Ohligs Cityring: Streit um Parkplätze spaltet Politik und Händler
Charlotte KrügerOhligs Cityring: Streit um Parkplätze spaltet Politik und Händler
Die Pläne zur Neugestaltung des Ohligs Cityrings haben heftigen Widerstand bei lokalen Politikern und Unternehmern ausgelöst. Die CDU bezeichnete die aktuellen Vorschläge als "inakzeptabel" und warnte, sie könnten Händler und Anwohner benachteiligen. Bezirksbürgermeister Westkämper kritisierte die Stadtverwaltung dafür, das Vorhaben ohne ausreichende Abstimmung mit den unionsparteien voranzutreiben wollen.
Im Mittelpunkt des Streits steht der mögliche Verlust von rund 70 Parkplätzen im Rahmen der Umgestaltung des Cityrings. Westkämper argumentiert, dass der Wegfall dieser Stellflächen den ohnehin schon geschwächten Einzelhandel in Ohligs hart treffen würde – besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Zudem wirft er der Verwaltung vor, das Problem herunterzuspielen und die Bedenken der lokalen Händler zu ignorieren.
Die CDU-Fraktion geht noch weiter und bezeichnet die Pläne als "Angriff auf die berechtigten Interessen von Unternehmen und Bürgern". Ihre Einwände führten dazu, dass der OAM-Bezirksrat eine Abstimmung über die Umgestaltung der Zufahrtswege in der Innenstadt vertagte. Die Verwaltung besteht jedoch darauf, dass bis Februar eine Entscheidung fallen muss, um den aktualisierten Fahrplan zum 14. Juni einhalten zu können.
Westkämper lehnt den Zeitdruck ab und betont, dass "Qualität vor Tempo" den Prozess leiten sollte. Er fordert mehr Dialog mit den Betroffenen und pocht auf einen "vernünftigen Kompromiss". Neben den 70 gefährdeten Parkplätzen könnten weitere 100 verschwinden, falls die geplante Fahrradroute realisiert wird.
Trotz der Spannungen zeigt sich Westkämper gesprächsbereit. Er versprach, die Interessen aller Verkehrsteilnehmer zu vertreten und Lösungen zu vermeiden, die die Gräben zwischen Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern vertiefen.
Durch die Vertagung der Abstimmung bleibt die Zukunft des Cityring-Projekts vorerst ungewiss. Unternehmen und Anwohner müssen abwarten, ob überarbeitete Pläne ihre Sorgen um den Parkplatzverlust berücksichtigen. Der von der Verwaltung gesetzte Februar-Termin erhöht den Druck, vor der Sommerfahrplanänderung eine Lösung zu finden.






