Oberliga-Spiel endet im Chaos: Gewalt, Pyrotechnik und Bahnblockaden in Ahlen
Theo SchulteOberliga-Spiel endet im Chaos: Gewalt, Pyrotechnik und Bahnblockaden in Ahlen
Oberliga-Spiel zwischen Rot-Weiß Ahlen und SG Wattenscheid 09 endet im Chaos nach gewalttätigen Ausschreitungen
Ein Oberliga-Spiel zwischen Rot-Weiß Ahlen und der SG Wattenscheid 09 ist in tumultartige Szenen ausgeartet, nachdem es sowohl innerhalb als auch außerhalb des Stadions zu schweren gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen war. Fans stürmten den Platz, warfen Böller und gerieten mit der Polizei aneinander, woraufhin die Verantwortlichen die Partie abbrechen mussten.
Die Unruhen begannen, als Heimfans Pyrotechnik zündeten, während Gästefans auf dem Spielfeld Knallkörper explodieren ließen. Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel, nachdem ein weiterer Sprengkörper auf dem Rasen gelandet war, und wertete die Begegnung zugunsten von Wattenscheid.
Etwa 40 Personen drangen anschließend auf die nahegelegenen Gleise ein, rissen Schottersteine heraus und legten so den Bahnverkehr lahm. Unterdessen stürmten Hooligans von Rot-Weiß Ahlen, unterstützt von Verbündeten aus Zwolle, das Spielfeld und lieferten sich mit Polizeikräften im und um das Stadion herum Gefechte.
Die Polizei griff ein, um eine direkte Konfrontation zwischen den verfeindeten Hooligan-Gruppen zu verhindern. Ein Beamter erlitt eine leichte Armverletzung, nachdem er mit einer Eisenstange getroffen worden war. Die Behörden nahmen drei Zwolle-Anhänger fest – zwei Erwachsene wurden vorläufig in Gewahrsam genommen, ein Minderjähriger kam in Schutzhaft.
Nun ermitteln die Behörden wegen des Verdachts auf gewalttätigen Landfriedensbruch, Angriffe auf Polizeibeamte und schwere Sicherheitsverstöße. Bisher wurden keine Verletzungen bei Unbeteiligten gemeldet.
Das Spiel wurde offiziell wegen der Ausschreitungen abgebrochen, wobei die SG Wattenscheid zum Sieger erklärt wurde. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, bisher aber noch keine weiteren rechtlichen Schritte gegen die Beteiligten angekündigt. Nach der Räumung der Gleise konnte der Bahnverkehr wieder aufgenommen werden.






