28 June 2026, 16:03

NRW-Wähler sorgen sich mehr um marode Brücken als um Migration

Infratest: Bedeutende Verluste für die CDU in NRW - AfD auf Rekordhoch

NRW-Wähler sorgen sich mehr um marode Brücken als um Migration

Wähler in Nordrhein-Westfalen haben ihre drängendsten politischen Sorgen verschoben: Migration steht nicht mehr an erster Stelle. Stattdessen dominieren nun Infrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehrsprobleme die Agenda – besonders Brückensperrungen belasten den Alltag vieler Bürger. Jeder vierte Einwohner des Landes hat an einem durchschnittlichen Werktag mit Verkehrsbehinderungen durch gesperrte Brücken zu kämpfen. An zweiter Stelle der Prioritätenliste folgt mit 24 Prozent der Befragten das Thema Bildung und Schulen.

Die politische Stimmung ist in den letzten Monaten deutlich in Bewegung geraten. Bundeskanzler Hendrik Wüsts CDU verliert seit Februar drei Prozentpunkte und kommt nun auf 32 Prozent. Auch die SPD unter Jochen Ott büßt drei Punkte ein und liegt bei 17 Prozent.

Die Grünen legen hingegen zwei Punkte zu und erreichen 15 Prozent. Die FDP überwindet erstmals seit April 2024 wieder die Fünf-Prozent-Hürde und gewinnt einen Punkt hinzu. Gleichzeitig zieht die rechtspopulistische AfD mit 17 Prozent gleichauf mit der SPD und ist damit zweitstärkste Kraft im Land.

Die Zufriedenheit mit der Landesregierung ist stark gesunken. Nur noch 42 Prozent der Wähler zeigen sich mit ihrer Arbeit zufrieden. Auch die wirtschaftliche Lage wird kritisch gesehen: Lediglich 22 Prozent bewerten die Wirtschaftslage des Landes als sehr gut oder gut.

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Der Wandel in den Wählerprioritäten spiegelt die wachsende Verärgerung über marode Infrastruktur und Verkehrsprobleme wider. Gleichzeitig verzeichnen die Parteien deutliche Verschiebungen in der Wählergunst: Während AfD und Grüne zulegen, verlieren CDU und SPD an Unterstützung. Die Zustimmungswerte für Regierung und Wirtschaft bleiben auf niedrigem Niveau.

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