NRW-Studie zum Kiesbedarf könnte Abbauregeln im Niederrhein revolutionieren
Mia AlbrechtNRW-Studie zum Kiesbedarf könnte Abbauregeln im Niederrhein revolutionieren
Nordrhein-Westfalen hat die erste Studie zum Kiesbedarf des Landes in Auftrag gegeben, geleitet vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Ziel des Projekts ist es, den zukünftigen Bedarf zu bewerten und könnte die Abbauregeln im Niederrhein prägen. Lokale Vertreter und Umweltschutzorganisationen prüfen nun den Prozess auf mögliche Einflussnahme der Industrie.
Das Wirtschaftsministerium des Landes beauftragte das in Essen ansässige RWI mit der Durchführung der Rohstoffmonitoring-Studie. Bis zum 31. Dezember musste das Institut einen vorläufigen Entwurf der Ergebnisse vorlegen. Vor der Finalisierung kann die Landesregierung Änderungen anfordern und zusätzliche Akteure in die Prüfung des Berichts einbeziehen.
Die Studienergebnisse könnten einen Kicker – einen Reduktionsmechanismus – einführen, um neue Kiesgruben zu begrenzen. Die wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen plant, diesen Faktor in der Landesplanung zu nutzen, um zu bestimmen, wie viele Abbaustätten genehmigt werden. Unterdessen hat der lokale Abgeordnete Schneider die Landesregierung offiziell zu den Auswirkungen des Entwurfs auf den Kiesabbau im Niederrhein befragt. Schneider untersucht zudem, ob Brancheninteressen das Monitoring-Verfahren beeinflusst haben. Er kündigte an, Druck auf die Regierung auszuüben, um ihr Versprechen zur Eindämmung des übermäßigen Kiesabbaus einzuhalten. Der Abschlussbericht wird vom Bundeswirtschaftsministerium und einer Expertenkommission zur Energiewende-Begleitung überwacht.
Die RWI-Ergebnisse werden die Kiesabbau-Politik in Nordrhein-Westfalen direkt beeinflussen. Sollte der Kicker eingeführt werden, könnten im Niederrhein weniger neue Gruben genehmigt werden. Die nächsten Schritte der Landesregierung werden zeigen, wie der Kiesbedarf mit ökologischen und wirtschaftlichen Belangen in Einklang gebracht wird.






