NRW startet revolutionäres Schutzkonzept gegen Missbrauch im Sport
Neues Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt im Sport gestartet
Ein neues Gewaltschutzkonzept zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt in Sportvereinen wurde vom Landessportbund Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen. Die Initiative wurde heute in Essen offiziell vorgestellt.
Das Konzept umfasst einen sogenannten Schutz-Generator, der Missbrauch bereits im Vorfeld verhindern soll. Vereine können das Tool wie einen Fragebogen nutzen, um Risiken zu bewerten und Schutzmaßnahmen zu stärken. Zudem werden Gefahrenbereiche aufgezeigt, sodass Vereine potenzielle Brennpunkte entschärfen können.
Das Rahmenwerk legt klare Leitlinien und Mindeststandards für alle Sportorganisationen fest. Eine zentrale Regel besagt, dass Trainer:innen auf Einzelausflüge mit nur einem Kind verzichten müssen. Ziel ist es, das Bewusstsein der Vereine für Risiken in ihrem eigenen Umfeld zu schärfen.
In einer ersten Phase testen 600 Vereine den Schutz-Generator. Neben der Prävention sollen die Maßnahmen auch mögliche Täter:innen abschrecken. Der Verband hofft, so sichere Räume für junge Athlet:innen zu schaffen.
Das neue Schutzkonzept bietet Vereinen konkrete Handlungsanweisungen, um sexualisierte Gewalt zu verhindern. Durch die Identifizierung von Risiken und die Durchsetzung klarer Regeln soll die Zahl der Vorfälle in Sportumgebungen sinken. Die Testphase wird die Wirksamkeit des Konzepts in den 600 teilnehmenden Vereinen überprüfen.






