14 January 2026, 14:33

NRW-Schulen setzen auf Distanzunterricht wegen Glatteis – Eltern und Lehrer überfordert

Eine Schule mit einem vor ihr geparkten Auto, das ein Willkommensschild, Fenster und eine Tür zeigt, umgeben von Topfpflanzen, Bäumen, Menschen, Pfählen, Drähten und einem bewölkten Himmel.

NRW-Schulen setzen auf Distanzunterricht wegen Glatteis – Eltern und Lehrer überfordert

Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen auf Distanzunterricht umgestellt

An den Schulen in Nordrhein-Westfalen (NRW) fand am Montag aufgrund glatteisbedingter Gefahren kein Präsenzunterricht statt – stattdessen wurde auf Distanzlernen umgestellt. Bildungsministerin Dorothee Feller verteidigte die Entscheidung und verwies auf die für die Region ausgegebenen Unwetterwarnungen.

Die plötzliche Umstellung auf digitalen Unterricht stellte jedoch manche Eltern und Lehrkräfte vor Herausforderungen. Der Landeselternverband der Grundschulen kritisierte, dass es keine Vorabinformationen über mögliche Schulschließungen gegeben habe. Gleichzeitig wies die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auf Uneinheitlichkeiten bei der Umsetzung des Distanzunterrichts hin und betonte, dass Lehrkräfte zu wenig Unterstützung erhalten hätten.

Die SPD unterstützte Fellers Vorgehen und betonte, die Sicherheit der Kinder stehe an erster Stelle. Gleichzeitig räumte die Partei ein, dass die spät bekannt gegebene Entscheidung Probleme verursacht habe, und fragte, ob eine frühere Kommunikation hätte helfen können. Die FDP hingegen argumentierte, dass weniger drastische Maßnahmen ausgereicht hätten, statt eines kompletten Unterrichtsausfalls. Mit geschlossenen Klassenzimmern setzten die Schulen auf digitale Plattformen oder per E-Mail verschickte Aufgaben, um den Lernbetrieb aufrechtzuerhalten. Bisher gibt es jedoch keine konkreten Informationen über laufende Gespräche zwischen der Landesregierung und Elternvertretern der Grundschulen zur Nutzung digitaler Lerntools bei solchen Störungen.

Die Schulschließungen erfolgten nach dringenden Unwetterwarnungen, wobei der Distanzunterricht die Lücke füllte. Während einige die Priorisierung der Sicherheit lobten, forderten andere eine bessere Planung und klarere Kommunikation bei künftigen wetterbedingten Unterbrechungen. Die Debatte dreht sich nun darum, wie sich Sicherheit mit praktischer Unterstützung für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte in Einklang bringen lässt.