NRW-Polizeiflieger feiern 250.000 Flugstunden nach 60 Jahren im Einsatz
Die Polizeifliegerstaffel Nordrhein-Westfalen (NRW) hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Seit ihrer Gründung hat die Einheit 250.000 Flugstunden absolviert. Diese Marke wurde im März 2023 überschritten – ein beeindruckendes Ergebnis nach über sechs Jahrzehnten luftgestützter Einsätze. Die Hubschrauber der Staffel spielen eine zentrale Rolle bei Rettungsaktionen, der Bekämpfung von Kriminalität und der Bewältigung von Katastrophen in der Region.
Die Geschichte der Einheit begann 1962 mit zwei in Italien gefertigten Bell-47-Hubschraubern. Bereits 1964 wurden diese durch französische Alouette-II-Modelle ersetzt. Weitere Modernisierungen folgten: 1972 kam die Alouette III hinzu, 1978 der in Deutschland gebaute Bökow Bo 105 CBS 4, der bis 2005 im Dienst blieb.
1999 erweiterte die Staffel ihre Flotte um festflügelige Maschinen, was 2000 zur Umbenennung in Polizeifliegerstaffel (PFSt NRW) führte. Im Laufe der Jahre kamen die Typen BK 117 und Eurocopter EC155 hinzu, bevor die Einheit ab 2016 schrittweise auf ihre heutige Flotte von sechs Airbus-H145-D3-Hubschraubern umstellte.
Die Einsätze der Staffel umfassen sowohl Notfälle als auch polizeiliche Aufgaben. Während der Flutkatastrophe 2021 retteten die Besatzungen eingekesselte Anwohner von Dächern in überfluteten Gebieten. Allein im vergangenen Jahr bargen sie eine Person aus reißendem Gewässer und orteten einen Vermissten in der Nähe des Flughafens Mönchengladbach. Am 7. März 2023 unterbrach eine Crew die Suche nach einer vermissten Person in Telgte, um bei der Festnahme eines Einbrechers in Münster zu unterstützen.
Die 250.000 Flugstunden unterstreichen die langjährige Bedeutung der Staffel für die öffentliche Sicherheit. Ihre Hubschrauber bleiben unverzichtbar – ob bei Rettungseinsätzen, der Verbrechensbekämpfung oder der Katastrophenhilfe. Die moderne Airbus-H145-D3-Flotte sorgt dafür, dass die Einheit auch künftigen Herausforderungen gewachsen ist.






