16 March 2026, 14:04

NRW-Polizei jagt jetzt Influencer für illegale Autorennen und riskante Autotreffen

Eine Gruppe von Polizeiwagen vor einem Gebäude geparkt, mit Menschen auf der linken Seite der Straße und vier Hubschraubern, die im klaren blauen Himmel fliegen.

Tuner-Szene: NRW-Polizei zielt auf 'Entertainer' - NRW-Polizei jagt jetzt Influencer für illegale Autorennen und riskante Autotreffen

Polizei in Nordrhein-Westfalen geht gegen Social-Media-Influencer vor, die illegale Straßenrennen und Autotreffen bewerben

Die Behörden im bevölkerungsreichsten Bundesland verschärfen das Vorgehen gegen Influencer, die in sozialen Medien illegale Autorennen und unangemeldete Treffen mit riskanten Fahrmanövern propagieren. Hintergrund ist der Versuch, rücksichtslose Veranstaltungen zu unterbinden, die regelmäßig große Menschenmengen anziehen und die öffentliche Sicherheit gefährden. Besonders im Fokus der Ermittler stehen dabei Akteure, die gefährliche Stunts filmen und online verbreiten – sie gelten als zentrale Zielgruppe für die Strafverfolgung.

Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) und das Landeskriminalamt (LKA) werden künftig eng zusammenarbeiten, um die Aktivitäten dieser sogenannten "PS-Influencer" zu überwachen. Ihre Online-Kanäle sollen systematisch ausgewertet werden, um frühzeitig Hinweise auf geplante Treffen zu erkennen. So sollen Teilnehmer bereits auf dem Weg zur Veranstaltung abgefangen werden. Bei gemeldeten illegalen Events folgt ein Großaufgebot: Hubschrauber und Drohnen kommen zum Einsatz, um Beweismaterial zu sichern.

Die Behörden sind befugt, formelle Verwarnungen auszusprechen oder Influencer per ordnungsrechtlicher Verfügung von bestimmten Gebieten auszuschließen. Um zu verhindern, dass Veranstalter die Kontrollen umgehen, soll zudem die Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden in den Nachbarländern Belgien und den Niederlanden intensiviert werden. Ziel ist es, grenzüberschreitende Versuche, die Restriktionen zu unterlaufen, im Keim zu ersticken.

Mit der Offensive will die Polizei dem wachsenden Trend entgegenwirken, bei dem Influencer über soziale Medien zu Treffen aufrufen, die in rücksichtslosen Fahrten und öffentlichen Rüpelkeiten eskalieren. Indem gezielt diejenigen ins Visier genommen werden, die solche Events bewerben, hofft man, die Netzwerke zu zerschlagen, die illegale Aktivitäten fördern.

Die neuen Maßnahmen setzen auf Echtzeit-Überwachung und länderübergreifende Kooperation. Influencer, die illegale Treffen organisieren oder bewerben, müssen mit Gebietsverbot oder juristischen Konsequenzen rechnen. Die Polizei betont, dass der Schutz der öffentlichen Sicherheit oberste Priorität habe – und dieser Grundsatz das Vorgehen gegen die Problematik leite.

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