04 March 2026, 00:54

Mordfall in Madrid: Festnahme nach tödlichem Anschlag auf ukrainischen Anwalt

Ein Mann in militärischer Uniform, identifiziert als ehemaliger ukrainischer Präsident Viktor Janukowytsch, wird von zwei bewaffneten Männern in militärischer Uniform vor einem Gebäude mit Pflanzen im Hintergrund eskortiert.

Nach Mord an ukrainischem Politiker: Mann festgenommen - Mordfall in Madrid: Festnahme nach tödlichem Anschlag auf ukrainischen Anwalt

In Heinsberg in Deutschland ist ein 51-jähriger Mann wegen des mutmaßlichen Mordes an dem ukrainischen Anwalt Andrij Portnow festgenommen worden. Die Erschießung ereignete sich im Mai vergangenen Jahres in Madrid, wobei spanische und deutsche Ermittler gemeinsam den Verdächtigen aufspürten. Die Behörden nutzten einen Europäischen Haftbefehl, um den Mann festzusetzen und seine Wohnung zu durchsuchen.

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Andrij Portnow wurde am 21. Mai 2025 getötet – er wurde fünfmal angeschossen, darunter mehrmals in den Kopf, in der Nähe der American School of Madrid. Kurz zuvor hatte er seine Kinder an der Privatschule abgesetzt, bevor der Angriff erfolgte. Die Tat geschah am helllichten Tag auf einer belebten Straße.

Portnow hatte in der Ukraine eine vielbeachtete Karriere. Von 2010 bis 2014 arbeitete er als Berater und stellvertretender Leiter der Präsidialverwaltung unter Viktor Janukowytsch. Nach dessen Sturz 2014 floh Portnow zunächst nach Russland, kehrte jedoch 2019 in die Ukraine zurück. Während seiner Amtszeit spielte er eine zentrale Rolle bei der Umgestaltung des Justizsystems des Landes.

Nach dem russischen Großangriff im Jahr 2022 verließ Portnow die Ukraine und ließ sich im Westen nieder. Die Ermittlungen zu seinem Tod wurden von der spanischen Nationalpolizei und dem Bundeskriminalamt (BKA) geführt. Ein Europäischer Ermittlungsbefehl ermöglichte es den Beamten, nach der Festnahme des Verdächtigen in Nordrhein-Westfalen dessen Wohnung zu durchsuchen.

Die Verhaftung ist das Ergebnis einer grenzüberschreitenden Operation zwischen spanischen und deutschen Strafverfolgungsbehörden. Dem Verdächtigen droht nun ein Auslieferungsverfahren im Zusammenhang mit der tödlichen Schießerei in Madrid. Die Hintergründe des Angriffs werden weiterhin untersucht, wobei die Ermittler mögliche Motive prüfen.