26 June 2026, 00:04

Mindestlohn steigt 2024 und 2025 – doch die Kritik bleibt laut

Mindestlohn steigt ab Januar 2024 um 3,4%

Mindestlohn steigt 2024 und 2025 – doch die Kritik bleibt laut

Die Mindestlohnkommission hat eine moderate Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland beschlossen. Die Entscheidung sieht vor, den Stundenlohn ab dem 1. Juli 2024 um 32 Cent zu erhöhen, gefolgt von einer weiteren Anhebung um 41 Cent im Januar 2025. Der Beschluss löst gemischte Reaktionen bei Gewerkschaften, Arbeitgebern und Sozialverbänden aus.

Die Abstimmung in der Kommission verlief nicht einstimmig. Statt der von einigen Mitgliedern geforderten stärkeren Anpassungen einigte man sich auf zwei gestaffelte Erhöhungen. Sozialverbände, darunter Heike Herrig vom VdK-Sozialverband in Solingen-Remscheid, hatten sich für einen Mindestlohn von mindestens 14 Euro pro Stunde eingesetzt.

Laut Herrigs Berechnungen würde eine Vollzeitkraft im Mindestlohnsektor nach der ersten Erhöhung brutto 71,34 Euro mehr im Monat verdienen. Stefan Körzell, DGB-Vorstandsmitglied und Vertreter in der Kommission, kritisierte das Ergebnis scharf. Er argumentierte, dass nahezu sechs Millionen Geringverdiener durch die Inflation real weniger Lohn in der Tasche hätten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Arbeitgeber reagierten mit deutlicher Ablehnung. Sie bezeichneten die geplanten Erhöhungen als unrealistisch und warnten, dass solche Schritte in Branchen mit vielen Niedriglöhnen zu Arbeitsplatzverlusten führen könnten.

Die erste Anpassung tritt am 1. Juli 2024 in Kraft, die zweite folgt am 1. Januar 2025. Die Erhöhungen bringen Mindestlohnbeziehern zwar eine gewisse Entlastung, bleiben aber hinter den Forderungen von Gewerkschaften und Sozialverbänden zurück. Arbeitgeber halten weiterhin an ihrer Warnung vor möglichen Stellenstreichungen und Arbeitszeitkürzungen fest.

Quelle