Messerangriff in Bielefeld: Prozess gegen mutmaßlichen Täter beginnt im Juni
Theo SchulteMesserangriff in Bielefeld: Prozess gegen mutmaßlichen Täter beginnt im Juni
Messerangriff vor der Bar "Cutie" in Bielefeld: Prozess gegen mutmaßlichen Täter beginnt im Juni
Bei einem Messerangriff vor der Bar "Cutie" in Bielefeld am 18. Mai 2025 wurden mehrere Menschen verletzt, darunter ein Fan von Arminia Bielefeld, der den Angreifer stellte. Seitdem zeigt die Stadt Geschlossenheit und wehrt Versuche ab, die Tat politisch zu instrumentalisieren. Nun muss sich der beschuldigte Täter ab kommendem Monat vor dem Landgericht Düsseldorf verantworten.
Der Vorfall ereignete sich spätabends, als der 36-jährige Syrer Mahmoud M. laut Anklage mit einem Messer auf Gäste losging. Unter den Opfern war Chris, ein Anhänger von Arminia Bielefeld, der eingriff und dabei schwere Stich- und Schnittverletzungen erlitt. Er überlebte, trägt jedoch sichtbare Narben und kämpft weiterhin mit den finanziellen Folgen der medizinischen Behandlung.
Drei weitere Verletzte im Alter zwischen 22 und 27 Jahren leiden ebenfalls unter den langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen ihrer Verletzungen. Hendrik Wortmann, der Besitzer der Bar, erlebte die Folgen des Angriffs mit und unterstützte die Rettungskräfte vor Ort. Später initiierte er eine Spendenaktion, die rund 50.000 Euro für die Betroffenen einbrachte.
Der Prozess gegen Mahmoud M. soll Anfang Juni beginnen und 21 Verhandlungstage umfassen. Die Staatsanwaltschaft geht von einem islamistischen Tatmotiv aus. Unterdessen kritisiert Chris' Freund und Anwalt David Volke politische Verantwortungsträger dafür, seinem Mandanten keine persönliche Unterstützung zukommen zu lassen.
Die Bielefelder Gemeinschaft bleibt weiterhin vereint und lehnt es ab, die Tragödie für politische Zwecke auszunutzen. Bisher wurden keine weiteren Tatverdächtigen oder Mittäter im Zusammenhang mit dem Fall ermittelt.
Im bevorstehenden Verfahren wird es um die Umstände des Angriffs und das mutmaßliche terroristische Motiv gehen. Chris und die anderen Opfer kämpfen weiterhin mit den physischen und finanziellen Folgen – gestützt durch lokale Hilfsinitiativen. Der Fall unterstreicht den Zusammenhalt der Stadt angesichts von Gewalt.






