31 December 2025, 16:09

Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport

Ein volles Stadion mit vielen sitzenden und stehenden Menschen, eine B√ľhne mit zwei Rednern auf einem Podium und mehrere Banner und Lichter in der N√§he.

Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport

In den vergangenen Monaten sind mehrere prägende Persönlichkeiten aus Mainz und Rheinland-Pfalz verstorben. Ihr Wirken erstreckte sich über Politik, Sport, Kultur und Gesundheitswesen und hinterlässt in der Region bleibende Spuren. Unter ihnen waren Journalisten, Politiker, Künstler und Mediziner.

In der Politik verlor Deutschland mit Bernhard Vogel eine Schlüsselfigur der Nachkriegszeit. Der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz (1976–1988) und später Thüringens (1992–2003) starb im Alter von 92 Jahren. Auch Herbert Mertin, ein einflussreicher FDP-Politiker, verstarb mit 66 Jahren. Er amtierte als Justizminister von Rheinland-Pfalz in zwei Amtszeiten: von 1999 bis 2006 und erneut von 2016 bis 2022.

Die Kultur- und Fastnachtszene von Mainz trauert um mehrere bekannte Persönlichkeiten. Dieter Wenger, der langjährige Chef-Wagengestalter des Mainzer Carneval-Vereins (MCV), starb mit 84 Jahren. Über sechs Jahrzehnte prägte er die aufwendigen Motive der Rosenmontagsumzüge. Elisabeth Klöver, Leiterin des MCV-Hofballetts, verstarb mit 85 Jahren. Sie bildete Generationen von Tänzern aus und gestaltete die Mainzer Fastnacht maßgeblich mit. Ebenfalls verstorben ist Barbara Rupp, eine der sieben Gründerinnen des Förderkreises Unterhaus Mainz. Nach der Gründung 1982 leitete sie den Verein von 1983 bis 2008. Im Sport gedachten zwei Persönlichkeiten des 1. FSV Mainz 05: Sigurd Spielmann, Ehrenmitglied des Vereins, starb mit 90 Jahren nach 70-jähriger Vereinszugehörigkeit. Der ehemalige Torwart Holger Bernhardt verstarb ebenfalls, sein Alter wurde nicht bekannt gegeben.

Auch Medien und Gesundheitswesen beklagen Verluste. Ekkehardt Gahntz, ein angesehener ZDF-Nachrichtenjournalist, starb mit 79 Jahren. Über 25 Jahre prägte er die Nachrichtensendungen des Senders und galt als Vorbild für integren Journalismus. Der Onkologe Dr. Thomas Flohr vom Hämatologisch-Onkologischen Medizinischen Versorgungszentrum Mainz verstarb mit nur 57 Jahren. Seine Arbeit gab vielen Krebspatienten Hoffnung. Ulf Glasenhardt, Veranstaltungskoordinator im Kulturclub Schon Schön, starb überraschend. Obwohl er erst 2022 zum Team stieß, engagierte er sich seit Langem für kulturelle Events. Zudem verstarb Marita Boos-Waidosch, die langjährige Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz. Von 1993 bis 2018 setzte sie sich unermüdlich für Barrierefreiheit und Inklusion ein.

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Das Ableben dieser Persönlichkeiten markiert das Ende ganzer Epoche in ihren jeweiligen Bereichen. Ihr Wirken in Politik, Kultur, Sport und Medizin hat Mainz und Rheinland-Pfalz über Jahrzehnte geprägt. Viele Einrichtungen und Gemeinschaften werden ihren Einfluss noch lange spüren.