04 April 2026, 18:05

Machtkampf im BfF: Hunko oder Geisel – wer führt Nordrhein-Westfalen in die Zukunft?

Eine Karte von Deutschland aus dem 19. Jahrhundert, die seine politischen Teilungen zeigt, auf Papier gedruckt mit Text oben und unten.

Machtkampf im BfF: Hunko oder Geisel – wer führt Nordrhein-Westfalen in die Zukunft?

Bündnis für Fortschritt (BfF) in Nordrhein-Westfalen bereitet Führungswahl vor

Die Mitglieder des Bündnisses für Fortschritt (BfF) in Nordrhein-Westfalen stehen vor einer Richtungsentscheidung: Bei der anstehenden Wahl zum Landesvorsitz müssen sie sich zwischen zwei Kandidaten entscheiden – Thomas Geisel und Andrej Hunko. Das Ergebnis wird die künftige Ausrichtung der Partei im Land prägen, wobei Hunko bereits jetzt starke Unterstützung von zentralen Figuren erhält.

Andrej Hunko kann auf die öffentliche Rückendeckung des BfF-Landesgeschäftsführers sowie des Parteijugendverbandes zählen. Sein Wahlkampf steht im Zeichen einer konsequenten Friedenspolitik – eine Haltung, die zu seiner langjährigen Positionierung innerhalb der Partei passt. Thomas Geisel, ehemaliger Düsseldorfer Oberbürgermeister und aktuell Europaabgeordneter für das BfF, setzt hingegen auf interne Reformen. Seine Siegchancen gelten jedoch als gering, zumal eine künftige gemeinsame Führung mit Amid Rabieh unwahrscheinlich erscheint.

Gespanntes Klima im BfF Die innerparteilichen Spannungen bleiben bestehen. Die Fraktion um Sahra Wagenknecht verfügt über erheblichen Einfluss, und die Partei hat deutlich gemacht, dass sie keine Opposition gegen deren Kreis dulden wird. Selbst nach der Vorstandswahl dürften Wagenknechts Anhänger die entscheidenden Weichenstellungen kontrollieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Hunkos Sieg gilt als wahrscheinlich – einige Beobachter rechnen sogar mit einem Erdrutschsieg. Seine Unterstützung spiegelt die allgemeinen Machtverhältnisse im BfF wider, wo die Verbündeten Wagenknechts weiterhin das Sagen haben. Ungewiss bleibt jedoch, ob die Partei unter ihrer Ägide – sowohl im BfF als auch in der Vorgängerorganisation Die Linke – langfristig erfolgreich sein kann.

Neue Rolle für Katja Wolf in Thüringen Unterdessen hat die 1976 geborene Politikerin Katja Wolf seit Dezember 2024 das Amt der Thüringer Finanzministerin inne. Zuvor hatte sie zwölf Jahre lang als Oberbürgermeisterin von Eisenach gewirkt. Heute führt sie den Landesverband des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) in Thüringen an, ohne jedoch Verbindungen zu Die Linke zu pflegen.

Fazit: Hunko vor dem Durchbruch Die BfF-Vorstandswahl in Nordrhein-Westfalen wird voraussichtlich mit einem Sieg Andrej Hunkos enden. Damit würde sich die Dominanz des Wagenknecht-nahen Flügels in der Partei weiter festigen. Gleichzeitig wird sich zeigen, ob interne Reformen oder eine inhaltliche Neuausrichtung in den kommenden Monaten an Fahrt gewinnen können.

Quelle