Leerstand in Gütersloh wird zum kreativen 'Schaufenster der Möglichkeiten' umgestaltet
Theo SchulteLeerstand in Gütersloh wird zum kreativen 'Schaufenster der Möglichkeiten' umgestaltet
Leerstehendes Geschäft in der Berliner Straße 44 wird zum 'Schaufenster der Möglichkeiten' bei der Berliner Sparkasse
Ein bisher ungenutzter Laden in der Berliner Straße 44 in Gütersloh wird im Rahmen einer neuen Stadtinitiative zu einem 'Schaufenster der Möglichkeiten' umgestaltet. Das Pilotprojekt unter der Leitung des kommunalen Unternehmens conceptGT soll leerstehende Einzelhandelsflächen beleben und das Erscheinungsbild der Innenstadt aufwerten. Interessierte Unternehmen können den Raum nun von der Straße aus besichtigen und sich für Mietdetails an Kaup Immobilien wenden.
Das Projekt ist eine Reaktion auf die Sorge um leerstehende Schaufenster in besten Lagen – trotz der für Gütersloh vergleichsweise niedrigen Leerstandsquote im Einzelhandel. Gefördert wird es im Rahmen des Programms 'Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren' und bietet bis Ende 2027 ermäßigte Mieten für förderfähige Ladenflächen an. Ziel ist es, das Potenzial ungenutzter Immobilien aufzuzeigen und die Attraktivität des Straßenbilds für benachbarte Betriebe zu steigern.
Die 29-jährige Unternehmerin Mianda Tchalikian ist damit beauftragt, den Verkaufsraum zu gestalten und inszenieren. Ihre Arbeit soll zeigen, wie leerstehende Flächen ansprechend umgenutzt werden können. Die Initiative umfasst zudem Beratungsleistungen von conceptGT, das Start-ups unterstützt und Fragen zum Förderprogramm beantwortet.
Ähnliche 'Schaufenster'- oder Inszenierungsprojekte gibt es seit zwei Jahren in Städten wie Dortmund, München und Köln. Solche temporären Lösungen haben bereits dazu beigetragen, Einkaufsstraßen zu beleben – mit Dutzenden Beispielen, die etwa im Rahmen der Kampagne 'Belebung von Leerständen' des Bundeswirtschaftsministeriums dokumentiert wurden.
Der Raum in der Berliner Straße 44 kann besichtigt werden; Mietanfragen werden über Kaup Immobilien abgewickelt. Ermäßigte Mieten und eine professionelle Inszenierung sollen die Fläche für neue Mieter attraktiver machen. Bei Erfolg könnte das Modell auf weitere leerstehende Ladenlokale in Güterslohs Innenstadt ausgeweitet werden.






