Laumann startet durch – ROFU Kinderland kämpft weiter um Rettung
Laumann, ein Metallverarbeitungsbetrieb aus Hörstel, wird am 1. Februar 2026 nach überstandener Insolvenz wiedereröffnen. Das Unternehmen hatte Ende 2024 wegen steigender Kosten und rückläufiger Aufträge Eigenverwaltung beantragt. Dank neuer Investoren und eines umfassenden Umbaus ist die Zukunft des Betriebs nun gesichert.
Unterdessen meldete der Spielwarenhändler ROFU Kinderland, seit über 60 Jahren eine feste Größe im deutschen Einzelhandel, im Dezember 2025 ebenfalls Insolvenz an. Das Unternehmen sucht noch nach Investoren und hat bisher keinen Termin für eine Wiedereröffnung genannt.
Die Probleme bei Laumann begannen Ende 2024, als die Energiepreise explodierten und die Lohnkosten stiegen. Die Aufträge brachen dramatisch ein, sodass das Unternehmen in die Eigenverwaltung gehen musste. Trotz der Krise hielt die Geschäftsführung den Dialog mit Mitarbeitern und wichtigen Kunden aufrecht – ein Schritt, der Loyalität bewahrte und weitere Aufträge sicherte.
Ralf Ossege und Kevin Stockel übernahmen nach der Insolvenz die Führung und strukturierten das Unternehmen neu. Die Belegschaft wurde halbiert, doch der Kernbetrieb blieb erhalten. Mit einer schlankeren Organisation und dem Fokus auf traditionelle Produkte bereitet sich Laumann nun auf den Neuanfang vor. Die neue Geschäftsführung berichtet, dass die Auftragsbücher bereits wieder gefüllt werden und die Zuversicht für die Zukunft wächst.
Im Münsterland hingegen häufen sich die Unternehmenspleiten. Zwischen Januar und Oktober des vergangenen Jahres mussten rund 500 Betriebe schließen, besonders betroffen waren die Kreise Steinfurt und Warendorf. Die DGB-Region Münsterland warnt, dass die wirtschaftliche Schwächephase in Deutschland in den kommenden Monaten zu weiteren Insolvenzen führen könnte.
ROFU Kinderland, ein traditionsreicher Name im deutschen Spielwarenhandel, beantragte nach Jahrzehnten am Markt die Insolvenz. Im Dezember 2025 kündigte das Unternehmen ein Sanierungskonzept an, um Lieferketten zu stabilisieren und neue Geldgeber zu finden. Anders als bei Laumann steht jedoch noch kein Wiedereröffnungstermin fest – die Zukunft bleibt ungewiss.
Die Rückkehr von Laumann am 1. Februar 2026 markiert eine Wende nach monatelanger finanzieller Belastung und Umstrukturierung. Mit neuer Führung und optimierten Abläufen hat sich das Unternehmen wieder im Markt etabliert, erste Aufträge liegen bereits vor.
Für ROFU Kinderland bleibt der Weg dagegen unklar. Das Insolvenzverfahren läuft weiter, und ohne gesicherte Investoren sind die nächsten Schritte des Händlers noch offen. Die Wirtschaft im Münsterland steht unter anhaltendem Druck – weitere Pleiten könnten folgen.