Laserangriff auf Helikopter: Pilot bei Willich lebensgefährlich geblendet
Mia AlbrechtLaserangriff auf Helikopter: Pilot bei Willich lebensgefährlich geblendet
Helikopterpilot bei Willich durch Laserstrahl geblendet
Ein Helikopterpilot wurde am Montagabend während eines Fluges über Willich von einem starken Lichtstrahl vorübergehend geblendet. Der Vorfall ereignete sich gegen 19:10 Uhr in der Nähe der Neustraße und des Brockelswegs und zwang den Piloten, in einer kritischen Flugphase zu reagieren. Die Behörden stufen den Fall nun als ernsthafte Gefahr für die Flugsicherheit ein.
Der Pilot befand sich im Landeanflug bei Seitenwind, als der grelle Lichtstrahl – vermutlich von einem Laserpointer – aus Bodennähe das Cockpit traf. Trotz der plötzlichen Blendung gelang es ihm, den Helikopter zu stabilisieren und die Landung sicher zu vollenden. Die Polizei bestätigte, dass der Strahl aus einem Bereich unter der Flugroute kam.
Die Ermittler haben ein Verfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr eingeleitet, was nach deutschem Recht eine Straftat darstellt. Nach § 27 des Luftverkehrsstrafgesetzes kann das gezielte Blenden von Luftfahrzeugen mit bis zu fünf Jahren Haft oder einer Geldstrafe geahndet werden. Führt die Tat zu schweren Körperverletzungen oder zum Tod, drohen Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.
Die örtliche Polizei ruft Zeugen auf, die in der Nähe des Vorfalls verdächtige Aktivitäten beobachtet haben, sich zu melden. Personen mit relevanten Hinweisen werden gebeten, sich umgehend bei den Ausländerbehörden zu melden, um die laufenden Ermittlungen zu unterstützen.
Der Fall unterstreicht die Gefahren, die von Laserpointern für tief fliegende Luftfahrzeuge ausgehen – insbesondere während Start und Landung. Während die Polizei weiter nach den Verantwortlichen fahndet, warnen Luftfahrtbehörden vor den schweren rechtlichen Konsequenzen solcher Handlungen.