Landesweites Webinar zeigt Wege gegen Gewalt an Krankenhauspersonal auf
Mia AlbrechtLandesweites Webinar zeigt Wege gegen Gewalt an Krankenhauspersonal auf
Landweiter Webinar "Gewaltschutz für Krankenhauspersonal" am 7. Oktober 2025
Am 7. Oktober 2025 fand ein landesweites Webinar mit dem Titel "Gewaltschutz für Krankenhauspersonal" statt, das sich mit dem wachsenden Problem von Aggression am Arbeitsplatz in nordrhein-westfälischen Krankenhäusern befasste. Organisiert von führenden Gesundheits- und Sicherheitsbehörden, sollte die Veranstaltung Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern praktische Fähigkeiten vermitteln, um Bedrohungen abzuwehren, Konflikte zu deeskalieren und ihre rechtlichen Möglichkeiten in gefährlichen Situationen zu kennen.
Die 90-minütige Sitzung wurde live aus dem Präventions- und Beratungszentrum der Polizei NRW in Köln übertragen. Eröffnet wurde sie mit einer gemeinsamen Botschaft von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Innenminister Herbert Reul, die betonten, dass Gewalt in Gesundheitseinrichtungen keinen Platz habe. Fachleute aus den Bereichen Strafverfolgung, Rechtswesen und Krankenhausmanagement gaben konkrete Ratschläge zu Selbstschutz, Konfliktlösung und der Meldung von Vorfällen.
Anschauliche Videobeispiele auf Basis realer Krankenhaussituationen veranschaulichten typische Risiken. Die Teilnehmenden konnten sich über einen Live-Chat einbringen, Fragen stellen und Erfahrungen austauschen. Das Webinar baute auf einer kleineren Veranstaltung auf, die im Sommer für Führungskräfte aus Krankenhäusern stattgefunden hatte und aufgrund großer Nachfrage und positiver Resonanz erweitert worden war.
Bis April 2026 hatte die Initiative bereits deutliche Fortschritte gemacht: Einundzwanzig Krankenhäuser in der Region schlossen sich dem Netzwerk "#SicherAmArbeitsplatz" an und führten Maßnahmen ein, darunter Deeskalationstrainings, Notfallknöpfe, verbesserte Videoüberwachung und spezifische Gewaltschutzrichtlinien. Besonders gefährdete Bereiche wie Notaufnahmen werden seitdem regelmäßig auf Sicherheitsrisiken überprüft, um den Schutz des Personals zu optimieren.
Veranstaltet wurde die Aktion vom Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW), dem NRW-Innenministerium, dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) sowie dem Präventionsnetzwerk "#SicherAmArbeitsplatz". Gemeinsam unterstrichen sie, dass der Schutz von Beschäftigten im Gesundheitswesen eine gemeinsame Verantwortung sei.
Das Webinar stattete die Mitarbeiter mit sofort anwendbaren Strategien aus, um auf verbale Angriffe oder körperliche Übergriffe zu reagieren. Die am Netzwerk "#SicherAmArbeitsplatz" beteiligten Krankenhäuser haben seitdem neue Sicherheitsprotokolle eingeführt, darunter Schulungsprogramme und Notfallsysteme. Die Initiative wächst weiter – in den kommenden Monaten sollen weitere Einrichtungen ähnliche Maßnahmen umsetzen.






