16 March 2026, 04:04

Kriminalität im Rhein-Kreis Neuss sinkt zum dritten Mal in Folge – doch nicht alle Delikte gehen zurück

Eine Liniendiagramm überschrift 'San Francisco Mordrate pro 100.000' zeigt die Mordrate in den Vereinigten Staaten über die Zeit.

Kriminalität im Rhein-Kreis Neuss sinkt zum dritten Mal in Folge – doch nicht alle Delikte gehen zurück

Kriminalitätsstatistik im Rhein-Kreis Neuss sinkt erneut

Die Kriminalitätsrate im Rhein-Kreis Neuss ist laut den jüngsten Zahlen auch im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. Im Jahr 2025 wurden im Kreis 28.790 Straftaten registriert – nach 30.954 im Vorjahr. Landrätin Katharina Reinhold betonte, dass mehr als die Hälfte aller gemeldeten Delikte aufgeklärt werden konnte; die Aufklärungsquote liegt damit über dem Landesdurchschnitt.

Der allgemeine Rückgang der Kriminalität markiert das dritte Jahr in Folge mit sinkenden Fallzahlen. In Meerbusch, einer der wichtigsten Städte des Kreises, gab es 2.376 Straftaten – ein Rückgang, der sich in den allgemeinen Trend einfügt. Dennoch stiegen bestimmte Delikte an: Nötigungsfälle nahmen um 32 zu, während Ladendiebstähle um 31 Fälle zunahmen.

Diebstahl blieb die häufigste Straftat und machte 40,2 Prozent aller gemeldeten Delikte aus. Allein in Meerbusch entfielen 39,5 Prozent der Fälle auf Diebstahl, gefolgt von Gewaltdelikten und sonstigen Verstößen. Die Aufklärungsquote der Stadt blieb mit 44,5 Prozent nahezu unverändert und lag damit leicht unter dem Kreisdurchschnitt.

Bei schweren Straftaten, darunter 17 Tötungsdelikte (11 davon versuchter Totschlag), lag die Aufklärungsquote mit 70,6 Prozent besonders hoch. Spezialeinheiten wie die Ermittlungskommission Asia und die Ermittlungskommission Debit trugen maßgeblich zur Lösung mehrerer großer Fälle bei. Die Gesamtaufklärungsquote des Kreises blieb mit 53,7 Prozent stabil und entspricht damit dem Landesdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen.

Die aktuellen Daten bestätigen den anhaltenden Rückgang der Kriminalität im Rhein-Kreis Neuss. Mit einer Aufklärungsquote von über 50 Prozent können die Behörden eine solide Erfolgsbilanz in der Strafverfolgung vorweisen. Diebstahl und Gewaltdelikte dominieren zwar weiterhin die Statistik, gezielte Ermittlungen sorgen jedoch für eine hohe Aufklärungsrate.

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