15 March 2026, 00:04

Kriege in Ukraine und Nahost lassen Militärausgaben weltweit explodieren

Ein Plakat, das ein Diagramm des US-Handelsdefizits nach Ländern in Milliarden US-Dollar zeigt, mit verschiedenen farbigen Kreisen, die verschiedene Länder darstellen, und begleitendem Text, der weitere Informationen bietet.

Kriege in Ukraine und Nahost lassen Militärausgaben weltweit explodieren

Weltweite Konflikte treiben Militärausgaben auf Rekordniveau

Die anhaltenden Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten lassen die Rüstungsausgaben international in die Höhe schnellen. Trotz strenger Neutralitätsgesetze verzeichnet auch Österreichs Waffenindustrie eine wachsende Nachfrage.

Die vergangenen vier Jahre Krieg in der Ukraine sowie die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten haben einen globalen Rüstungsboom ausgelöst. Russland hat seine gesamte Wirtschaft auf die Kriegsproduktion umgestellt – andere Staaten ziehen nach. Allein in diesem Jahr sollen die Verteidigungsbudgets in Europa um elf Prozent steigen.

Auch Österreichs Rüstungssektor profitiert von diesem Trend: Für 2025 wurden Exportgenehmigungen für sicherheitsrelevante Güter im Wert von 3,944 Milliarden Euro erteilt. Zwar verbieten die Neutralitätsgesetze des Landes direkte Waffenlieferungen in Krisengebiete wie die Ukraine, doch heimische Unternehmen nutzen die gestiegene Nachfrage dennoch. Das österreichische Unternehmen Schiebel entwickelt erstmals bewaffnete Systeme und hat kürzlich Verträge mit Griechenland und Kanada abgeschlossen.

Doch Europas Bestrebungen, die Rüstungsproduktion auszubauen, stoßen auf Hindernisse: Zersplitterte Märkte, schwache Investitionen und eine schwächelnde Start-up-Szene erschweren es, Forschungsergebnisse in einsatzfähige Verteidigungstechnologie umzuwandeln. Gleichzeitig florieren Großkonzerne wie der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall. Das Unternehmen verzeichnete 2025 einen Umsatzanstieg von 29 Prozent und will 10.000 neue Mitarbeiter einstellen, um die Nachfrage zu bedienen. Das Umsatzziel für dieses Jahr liegt bei 14,5 Milliarden Euro.

Der Anstieg der Militärausgaben zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung. Österreichs Rüstungsexporte steigen – trotz rechtlicher Beschränkungen. Solange die Konflikte andauern, wächst die europäische Waffenindustrie weiter, auch wenn Herausforderungen bei Innovation und Produktion bestehen bleiben.

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