Kovačs Dortmund jagt Bayern München – doch der Trainer bremst Euphorie
Charlotte KrügerVor der Rückkehr nach Wolfsburg: Kovac warnt BVB zur Vorsicht - Kovačs Dortmund jagt Bayern München – doch der Trainer bremst Euphorie
Borussia Dortmund hat sich unter Trainer Niko Kovač auf den zweiten Platz der Bundesliga vorgearbeitet. Nur ein Jahr nach seinem Amtsantritt hat der Kroate die Mannschaft von Platz 11 in die Champions-League-Ränge geführt – ein beeindruckender Aufschwung. Doch trotz der starken Leistungen dämpft Kovač allzu große Titelträume.
Als Kovač vor einem Jahr das Ruder übernahm, stand Dortmund nach 20 Spieltagen mit 29 Punkten auf Rang 11. In dieser Saison haben sie zum gleichen Zeitpunkt bereits 45 Zähler auf dem Konto und liegen als Tabellenzweiter sechs Punkte hinter dem FC Bayern München. Der Wandel ist rasant, doch der Trainer hütet sich vor übertriebenen Prognosen.
Während Nico Schlotterbeck kürzlich öffentlich den Anspruch auf die Meisterschaft bekräftigte, bleibt Kovač zurückhaltend. Er betont, die Saison sei noch lang, und warnt trotz der aktuellen Aufwärtsentwicklung vor überzogenem Optimismus.
Verletzungssorgen erschweren die Aufgabe zusätzlich: Emre Can kämpft mit Adduktorenproblemen, seine Einsatzfähigkeit ist fraglich. Filippo Mané fällt mit einer Muskelverletzung vier bis sechs Wochen aus. Selbst Kovačs Ex-Klub VfL Wolfsburg, der aktuell auf Platz 14 steht, bleibt ein unangenehmer Gegner.
Dortmunds Aufstieg vom Mittelfeld in den Titelkampf ist unter Kovač eine beachtliche Leistung. Doch Verletzungen und die vorsichtige Haltung des Trainers bremsen die Erwartungen. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob die Schwarz-Gelben die Lücke zu Bayern München weiter verkleinern können.