16 March 2026, 02:04

Korruptionsvorwürfe in Solingen: Millionenauftrag für Schlossgatter unter Verdacht

Ein Kreis mit 'Gemeinschaftsverantwortung' in der Mitte, umgeben von drei miteinander verbundenen, überlappenden Kreisen mit Pfeilen dazwischen, alles in fetter, leuchtender Schrift.

Korruptionsvorwürfe in Solingen: Millionenauftrag für Schlossgatter unter Verdacht

Eine lokale Wählerinitiative aus Solingen wirft der Stadtverwaltung und ihrem Bauausschuss Korruption und Vetternwirtschaft vor. Im Mittelpunkt der Vorwürfe steht ein 10-Millionen-Euro-Auftrag für die Sanierung des Schlossgatters, der an ein Unternehmen mit Verbindungen zu ortsansässigen Politikern vergeben wurde. Seit Anfang 2025 fordert die Initiative SG Zukunft Aufklärung über Entscheidungen, die seit 2023 getroffen wurden.

Laut SG Zukunft mangelte es beim Vergabeverfahren an Transparenz und Chancengleichheit. Die Gruppe argumentiert, dass persönliche Beziehungen zwischen dem beauftragten Unternehmen und Stadtvertretern das Ergebnis beeinflusst hätten. Wiederholt hat die Initiative eine lückenlose Untersuchung dessen gefordert, was sie als "Schlossgatter-Skandal" bezeichnet.

Am 15. Januar reichte SG Zukunft einen detaillierten Fragenkatalog an die Verwaltung ein – Monate später wartet sie noch immer auf Antworten. Der Verein kritisiert die aktuelle Prüfung als unzureichend, um frühere Fehlverhalten aufzudecken oder Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen.

Zudem wirft die Gruppe der SPD vor, von den eigentlichen Problemen abzulenken. Statt die Kernfragen zu klären, konzentriere sich die Partei auf Vorwürfe gegen den amtierenden Oberbürgermeister. SG Zukunft vermutet, dass die Verantwortlichen den Skandal herunterspielen wollen, statt eine gründliche Aufklärung zu betreiben.

Das Vertrauen der Bürger in die lokale Politik hat darunter gelitten. Da zentrale Fragen weiterhin offen sind, kündigt die Initiative an, weiter auf Klarheit und Konsequenzen zu drängen.

Der Skandal wirft nach wie vor Zweifel an der Vergabe des Schlossgatter-Auftrags auf. SG Zukunft stellt die Bearbeitung des Falls durch die Verwaltung weiterhin infrage und besteht darauf, dass eine ordentliche Untersuchung aufdeckt, was schiefgelaufen ist – und wer dafür zur Verantwortung gezogen werden muss.

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