Köln stoppt Parkplatz-Ausbau: Vorgärten im Afrikanischen Viertel bleiben grün
Mia AlbrechtKöln stoppt Parkplatz-Ausbau: Vorgärten im Afrikanischen Viertel bleiben grün
Köln unternimmt Schritte zum Schutz der historischen Grünflächen im Afrikanischen Viertel in Nippes. Die Stadt plant, Hausbesitzern des 1. FC Köln zu verbieten, Vorgärten in Parkplätze umzuwandeln – bestehende Stellflächen sollen jedoch erhalten bleiben. Die Maßnahme hat bereits Diskussionen unter Grundstückseigentümern und lokalen Politikern ausgelöst.
Nach geltendem Recht dürfen Bewohner in Nordrhein-Westfalen Vorgärten ohne besondere Genehmigung für Parkplätze versiegeln. Köln will dies nun mit einer neuen Bebauungsverordnung ändern. Demnach wären künftig nur noch Parkflächen erlaubt, die für notwendige Zufahrten unabdingbar sind; bestehende Ausnahmen blieben bestehen.
Die Stadt begründet den Vorstoß mit dem Schutz des grünen und historischen Charakters des Afrikanischen Viertels. Kritiker, darunter der Haus- und Grundbesitzerverband Köln, werfen der Verwaltung vor, das Eigentumsrecht unangemessen einzuschränken.
Die Pläne werden im März im Ausschuss für Stadtentwicklung weiter beraten.
Falls die Verordnung verabschiedet wird, gilt sie rückwirkend für alle Vorgärten im Afrikanischen Viertel. Eine weitere Versiegelung von Grünflächen für nicht zwingend erforderliche Parkplätze wäre dann untersagt. Die Entscheidung wird maßgeblich prägen, wie das historische Gesicht des Stadtteils künftig bewahrt wird.






