Kinderschützer fordern Stopp für Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen
Charlotte KrügerKinderschützer fordern Stopp für Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen
Eine französische Kinderschutzorganisation hat sich gegen den Verkauf von Kleidung mit Bezug zu Jeffrey Epstein auf großen Online-Plattformen ausgesprochen. Die Initiative Mouv'Enfants verurteilte die Artikel, zu denen Sweatshirts mit Epsteins Initialen und Designs gehören, die seine Verbindungen zum ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump aufgreifen. Die Organisation bezeichnete die Waren als obszön und schädlich für die Opfer von Epsteins Verbrechen.
Mouv'Enfants wies auf mehrere Produkte hin, die weiterhin auf Seiten wie eBay, Etsy, AliExpress und Vinted erhältlich sind. Einige T-Shirts zeigen Epstein und Trump gemeinsam in einem roten Herz, andere tragen Epsteins Initialen. Die Gruppe argumentiert, dass der Verkauf solcher Artikel systematische sexualisierte Gewalt gegen Minderjährige verharmlost.
Arnaud Gallais, Gründer von Mouv'Enfants, kritisierte die Plattformen dafür, dass sie diese Verkäufe nicht verhindern. Er verwies auf frühere Kontroversen, darunter den Online-Handel mit kindchenhaften Sexpuppen Ende 2025, als Beleg für anhaltende Schwächen bei der Inhaltsmoderation. Gallais forderte strengere Verbote und fragte, wie solche Angebote die bestehenden Kontrollen passieren konnten.
Sowohl Vinted als auch eBay reagierten mit der Ankündigung, Epstein-bezogene Sweatshirts von ihren Seiten zu entfernen. Vinted bekräftigte seine Null-Toleranz-Politik gegenüber Artikeln, die sexualisierten Missbrauch oder anstößige Inhalte fördern. Die Plattformen hatten bereits in der Vergangenheit gegen umstrittene Angebote vorgegangen, etwa als eBay 2019 gegen gefälschte Waren vorging oder Etsy 2020 Artikel verbot, die schädliches Verhalten verherrlichten.
Trump, der einst in Epsteins gesellschaftlichem Umfeld verkehrte, bestreitet jede Kenntnis von dessen Verbrechen. Er behauptet, die Verbindung zu Epstein lange vor dessen Tod 2019 abgebrochen zu haben.
Die Kontroverse setzt digitale Marktplätze unter Druck, ihre Richtlinien zu verschärfen. Mouv'Enfants besteht darauf, dass Epsteins Verbrechen nicht zur Ware werden dürfen. Plattformen wie Vinted und eBay haben zwar zugesagt, die Artikel zu entfernen – doch bleibt die Frage, wie solche Angebote überhaupt erst auftauchen konnten.






