17 January 2026, 13:36

Kibiz-Reform in NRW: Wüst lenkt nach massiver Kritik ein

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Karte der westfälischen Geographie auf schwarzem Hintergrund.

Wüst zeigt Bereitschaft für Kindergarten-Kompromiss nach scharfer Kritik - Kibiz-Reform in NRW: Wüst lenkt nach massiver Kritik ein

Nordrhein-Westfalens Pläne zur Reform des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz) stoßen auf scharfe Kritik. Ministerpräsident Hendrik Wüst zeigt sich nun bereit, die Vorschläge zu überarbeiten – nach massiven Bedenken von freien Trägern und Kinderhilfsorganisationen. Die Reform soll zwar Fachkräftemangel bekämpfen und die frühe Bildung verbessern, doch Gegner warnen vor negativen Folgen, falls keine Nachbesserungen erfolgen.

Der Gesetzentwurf führt ein „Kernzeiten“-Modell ein, um die Belastung des Erzieherpersonals angesichts des Fachkräftemangels zu verringern. Zudem soll die Reform mehr Planungssicherheit, Bildungsqualität, bessere Arbeitsbedingungen und finanzielle Flexibilität für die Träger schaffen. Doch sowohl der Deutsche Kinderschutzbund als auch die Freie Wohlfahrtspflege haben Alarm geschlagen. Sie befürchten, dass die aktuelle Fassung der Reform die frühkindliche Bildung im gesamten Land schwächen könnte.

Wüst nahm die Kritik zur Kenntnis und betonte, dass das Gesetzgebungsverfahren noch am Anfang stehe. Er sicherte weitere Gespräche mit allen Beteiligten zu, bevor endgültige Entscheidungen fallen. Die Landesregierung wird die Einwände nun prüfen und nach möglichen Kompromissen suchen, um die Sorgen auszuräumen.

Die Zukunft der Reform hängt von den laufenden Verhandlungen zwischen der Landesregierung und den Kita-Trägern ab. Noch könnten Anpassungen vorgenommen werden, um den Spagat zwischen Personalengpässen und Bildungsqualität zu schaffen. Das Ergebnis wird maßgeblich bestimmen, wie die Kinderbetreuung in Nordrhein-Westfalen in den kommenden Jahren funktioniert.