KiBiz-Reform in NRW: Mehr Geld, aber größere Kita-Gruppen und Kritik an Personalmangel
Lea KochKiBiz-Reform in NRW: Mehr Geld, aber größere Kita-Gruppen und Kritik an Personalmangel
Nordrhein-Westfalen hat sich auf zentrale Änderungen des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) geeinigt. Familienministerin Josefine Paul und Vertreter von Kommunen, Kirchen und Wohlfahrtsverbänden unterzeichneten die Vereinbarung am 31. März 2026. Die Reform zielt darauf ab, die Kinderbetreuung mit zusätzlichen 200 Millionen Euro jährlich zuverlässiger zu gestalten.
Das neue Gesetz führt ein Kernzeitmodell ein, das sicherstellt, dass Kinder täglich mindestens fünf Stunden von Erzieherinnen und Erziehern betreut werden. Allerdings könnten die Gruppengrößen steigen, und Kritiker warnen, dass dies die personellen Ressourcen überlasten könnte. Eltern und Gewerkschaften äußern Bedenken und argumentieren, die Änderungen könnten den Erzieherberuf untergraben.
Das Land hat für das kommende Jahr zusätzliche 200 Millionen Euro zugesagt, um den Trägern bei der Bewältigung der Kosten zu helfen. Weitere 50 Millionen Euro pro Jahr sollen in die Einstellung neuen Personals fließen. Zudem wird die Bürokratie abgebaut, mit klareren Regelungen für die Betreuung in Stoß- und Randzeiten.
Vier kommunale Spitzenverbände – darunter der Landschaftsverband Rheinland und Westfalen-Lippe – sowie sechs Wohlfahrtsverbände wie Caritas und das Rote Kreuz unterstützten die Vereinbarung. Das Ministerium plant, bis Ende 2026 einen vollständigen Gesetzentwurf vorzulegen. Wird dieser vom Landtag verabschiedet, treten die Reformen im August 2027 in Kraft.
Die Reform bringt mehr Finanzmittel und eine neue Betreuungsstruktur für das Kita-System in Nordrhein-Westfalen. Die Träger erhalten zusätzliche Mittel für Personal und Betrieb, doch bleiben einige skeptisch, ob die Qualität darunter leiden wird. Das endgültige Gesetz soll 2027 verabschiedet werden, die Änderungen würden dann im August desselben Jahres greifen.






