Karneval 2024: Wie Kölns Gastronomie mit 100 Tagen Feiern Rekordumsätze macht
Charlotte KrügerKarneval 2024: Wie Kölns Gastronomie mit 100 Tagen Feiern Rekordumsätze macht
Die als "fünfte Jahreszeit" bekannte Karnevalszeit dauert in diesem Jahr 100 Tage – vom 11. November um 11:11 Uhr bis Aschermittwoch. Für viele Gastronomiebetriebe sind die Feierlichkeiten eine lebenswichtige Einnahmequelle nach monatelangen wirtschaftlichen Schwierigkeiten.
Der Höhepunkt des Karnevals erstreckt sich über sechs Tage, beginnend mit Altweiberfastnacht am Donnerstag und endend am Veilchendienstag. Diese kurze, aber intensive Phase generiert den Großteil der Saisonumsätze. Allein Köln erwartet rund 850 Millionen Euro des bundesweiten Gesamtvolumens.
Um die Menschenmassen zu bewältigen, haben einige Lokale neue Maßnahmen eingeführt. Im Kölner Kwartier Lataäng verlangen Bars wie die "Oma Kleinmann" nun 25 Euro für Vorabreservierungen. Damit soll sichergestellt werden, dass Gäste auch tatsächlich erscheinen, und die logistischen Herausforderungen werden besser steuerbar. Einmal drinnen, bleiben die Besucher oft stundenlang, geben viel Geld für Getränke und Essen aus.
Andere Städte ziehen nach: Die Düsseldorfer Bar "Kürzer" erhebt eine Eintrittsgebühr von 10 Euro – trotzdem sind die Tische wochenlang im Voraus ausgebucht. Die hohen Kosten für die Jecken bedeuten für die Betreiber Rekordgewinne. Das Kölner Institut für Wirtschaftsforschung prognostiziert für dieses Jahr bundesweit Umsätze von rund 2 Milliarden Euro.
Die Karnevalssaison bleibt ein wirtschaftliches Standbein für die deutsche Gastronomie. Mit 100 Tagen Feiern und sechs umsatzstarken Haupttagen hängt für viele Bars und Restaurants die Existenzsicherung von diesem Event ab. Für nicht wenige wird sein Erfolg über das Überleben in den kommenden Monaten entscheiden.






