26 January 2026, 14:06

„Jagd & Hund“ startet in Dortmund: 700 Aussteller und 1.300 Hunde im Fokus

Drei Cumberland-Schäferhunde sitzen auf Gras bei einem Schäferhund-Trial, eingefangen in einem Schwarz-Weiß-Foto, mit Text am unteren Rand des Bildes.

Jagdmesse lockt mit Hirschrufen, Jagdwissen und Neuheiten - „Jagd & Hund“ startet in Dortmund: 700 Aussteller und 1.300 Hunde im Fokus

Europas größte Jagdmesse, Jagd & Hund, öffnet am 27. Januar in Dortmund ihre Tore und läuft bis Sonntag. Die Veranstaltung wird Zehntausende Besucher anziehen und präsentiert über 700 Aussteller aus 36 Ländern. Neben der Vorstellung neuester Jagdausrüstung sorgt die Messe auch für Diskussionen über afrikanische Safaris.

Gezeigt werden modernste Jagdutensilien, darunter Schusswaffen, Geländefahrzeuge und praktische Fachvorträge. Mehr als 1.300 Jagdhunde aus 59 Rassen demonstrieren ihre Arbeitsfähigkeiten, während das Wild Food Festival frische Wildrezepte und Seminare zu Zerlegungstechniken anbietet.

Am Freitag steht der 27. Deutsche Meisterwettbewerb im Rehwildlocken an, bei dem die Kunst des Lockjagens im Mittelpunkt steht. Gleichzeitig vertreten Botschafter aus Botswana, Namibia und Simbabwe die in ihren Ländern regulierte und nachhaltige Wildtierbewirtschaftung durch Safaris. Botswanas Umwelt- und Tourismusminister Wynter Boipuso Mmolotsi führt eine hochrangige Delegation an, während Namibia und Simbabwe Diplomaten und Ministerialvertreter entsenden, um die wirtschaftlichen Vorteile für lokale Gemeinden zu unterstreichen.

Tierschutzorganisationen wie Pro Wildlife kritisieren die Messe scharf, da dort umstrittene afrikanische Jagdreisen beworben werden, bei denen Elefanten, Löwen und andere Wildtiere im Visier stehen. In Deutschland selbst gibt es fast 468.000 Jagdscheininhaber, allein in Nordrhein-Westfalen sind es nahezu 100.000.

Die Jagd & Hund bleibt eine der wichtigsten internationalen Leitmessen der Jagdbranche. Mit Debatten über afrikanische Safaris und der Präsentation moderner Jagdmethoden vereint sie Tradition und Kontroverse. Die Veranstalter rechnen trotz der anhaltenden Diskussionen mit großem Besucherandrang.