Illegale Beschäftigung in Borken: Mann mit falscher Identität im Nagelstudio erwischt
Mia AlbrechtIllegale Beschäftigung in Borken: Mann mit falscher Identität im Nagelstudio erwischt
Ein 23-jähriger Mann wurde in einer Nagelstudio-Filiale in Borken bei einer Routinekontrolle mit einer beschädigten Krankenversicherungskarte unter falschem Namen erwischt, während er dort illegal arbeitete. Die Behörden nahmen ihn in Gewahrsam, nachdem sie feststellten, dass er über keine gültige Aufenthaltserlaubnis verfügt.
Der Vorfall nahm seinen Lauf, als Zollbeamte das Studio überprüften und herausfanden, dass der Angestellte unter fremder Identität arbeitete. Die vorgelegte Krankenversicherungskarte war beschädigt und gehörte nicht ihm. Bei der anschließenden Vernehmung auf dem örtlichen Polizeirevier gab er seine wahre Identität zu und räumte ein, weder ein Aufenthalts- noch ein Arbeitsrecht in Deutschland zu besitzen.
Der Inhaber des Studios erklärte, den Mann gutgläubig eingestellt zu haben, da er von der Echtheit der gefälschten Dokumente ausgegangen sei. Unterdessen ermitteln die Behörden nun, wie die Krankenversicherungskarte in seinen Besitz gelangt ist und ob der rechtmäßige Inhaber in die Sache verwickelt ist.
Gegen den Mitarbeiter wurden bereits Strafverfahren wegen Urkundenfälschung und illegaler Beschäftigung eingeleitet. Das Ausländeramt wird in Kürze über seine Abschiebung entscheiden.
Die Ermittlungen dauern an, insbesondere zur Herkunft der gefälschten Papiere. Gegen den Studioinhaber werden vorerst keine Anklagen erhoben, doch dem Angestellten droht nach Abschluss der juristischen Schritte die Abschiebung. Seit Juni 2024 sind aus dem Raum Münster keine weiteren ähnlichen Fälle bekannt geworden.






