Horst Schlämmer kehrt zurück – mit Roadtrip und politischer Satire
Mia AlbrechtHorst Schlämmer kehrt zurück – mit Roadtrip und politischer Satire
Hape Kerkelings neuer Film bringt seine beliebte Figur Horst Schlämmer in einem frischen Abenteuer zurück auf die Leinwand. Diesmal begibt sich der fiktive stellvertretende Chefredakteur der Grevenbroicher Gazette auf eine Reise quer durch Deutschland. Die Komödie verwebt politische Satire in ihre Handlung und zeigt reale Persönlichkeiten in überzeichneten Rollen.
In Horst Schlämmer auf der Suche nach dem Glück verlässt der Namensgeber sein Provinzblatt für eine Roadtrip-Tour, die ihn von Bayern bis zur Nordseeinsel Sylt führt – mit skurrilen Begegnungen unterwegs. Der fiktive Zeitungsverleger, ein SPD-Mitglied, verleiht der Geschichte eine politische Note.
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder gerät in der Handlung zur Zielscheibe sanfter Spötteleien. Der Film zieht Parallelen zwischen ihm und Donald Trump, betont Söders Vorliebe für Diet Coke und seinen selbstbewussten politischen Stil. Anders als Trump hegt Söder zwar keine territorialen Eroberungspläne – doch humorvoll verhandelt er um die Kontrolle über ein paar Inseln. Ein fiktionalisierter Bobby Kennedy, der als trumpähnliche Figur auftritt, hat einen Auftritt. Verwirrt von Söders Gesundheitsgewohnheiten, bewundert er dennoch die Ausdauer und Widerstandsfähigkeit des bayerischen Politikers.
Der Film verbindet Kerkelings markanten Humor mit spielerischen politischen Seitenhieben. Horst Schlämmers querfeldein-Eskapaden bilden den Rahmen für satirische Abbildungen realer Persönlichkeiten. Das Publikum darf sich auf eine Mischung aus Komödie, Reise und leichtfüßigem Gesellschaftskommentar freuen, wenn der Streifen in die Kinos kommt.