09 February 2026, 04:06

Hjulmands ungewöhnliche Wut: Leverkusens Champions-League-Traum wackelt nach Gladbach-Patzer

Eine Gruppe junger Menschen in Fußballtrikots steht auf einem Fußballfeld und klatscht feiernd mit einer "Ligue 1"-Tafel im Hintergrund.

Hjulmands ungewöhnliche Wut: Leverkusens Champions-League-Traum wackelt nach Gladbach-Patzer

Bayer Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand äußerte selten gezeigte Frustration nach dem 1:1 seines Teams gegen den abstiegsbedrohten Borussia Mönchengladbach. Das Ergebnis verpasste die Chance, die Position in der Champions League zu festigen. Hjulmand kritisierte den schleppenden Start seiner Mannschaft und das fehlende Tempo während der Partie.

Das Unentschieden kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt in Leverkusens Champions League Saison. Die Mannschaft hatte sich am 28. Januar 2026 mit einem 3:0 Sieg gegen Villarreal für die Play-offs qualifiziert, nachdem die Ergebnisse zuvor gemischt ausgefallen waren – darunter ein 2:2 in Kopenhagen und eine 0:2 Niederlage gegen Olympiakos Piräus. Mit dem 16. Platz in der Ligaphase steht nun ein zweibeiniges Play-off gegen Olympiakos am 17./18. und 24./25. Februar 2026 an.

Hjulmand räumte ein, dass seine Wut ungewöhnlich sei, sie aber durch die langsame Reaktionszeit des Teams gerechtfertigt werde. Er hatte deutlich mehr Intensität gegen eine Mannschaft erwartet, die um den Klassenerhalt kämpft. Unterdessen verteidigte Sportdirektor Simon Rolfes die Spieler und wies Vorwürfe zurück, es mangele an Mentalität oder Motivation. Er verwies auf die aktuelle Form – vier Siege in fünf Spielen – als Beleg für ihren Einsatzwillen.

Rolfes nannte zudem den straffen Spielplan als Grund für die schwankenden Leistungen. Selbst Top-Teams hätten mit Erschöpfung zu kämpfen, gab er zu. Der Umbruch im Sommer bedeute, dass die Mannschaft noch Zeit brauche, um sich an die höheren Ansprüche zu gewöhnen. Dennoch betonte er, dass sie in den kommenden Wochen schneller reifen müssten.

Im weiteren Champions League Überblick setzte sich der FC Bayern München als Gruppensieger direkt für das Achtelfinale durch. Borussia Dortmund, auf Platz 17 gelandet, trifft in den Play-offs auf Atalanta Bergamo – mit einer möglichen Begegnung gegen Bayern oder den FC Arsenal in der nächsten Runde. Die Eintracht Frankfurt, auf Rang 33 platziert, schied aus dem Wettbewerb aus.

Leverkusen steht nun vor einem harten Play-off Duell mit Olympiakos, um die K.-o. Phase der Champions League zu erreichen. Hjulmands Frustration unterstreicht den Druck, sich vor dem Hinspiel zu steigern. Wie gut es dem Team gelingt, sich zu erholen und anzupassen, wird über den weiteren europäischen Weg entscheiden.