Henrietta, die abenteuerlustige Henne, erobert den Münchner Hauptbahnhof
Charlotte KrügerHenrietta, die abenteuerlustige Henne, erobert den Münchner Hauptbahnhof
Eine entlaufene Henne sorgt für Aufsehen am Münchner Hauptbahnhof
Letzten Freitagabend löste eine abenteuerlustige Henne am Münchner Hauptbahnhof eine kleine Sensation aus. Der Vogel namens Henrietta hatte sich offenbar in einen offenen Lieferwagen der Bahn geschlichen. Ihre Besitzerin, eine junge Frau, die Hühner als Hobby hält, hatte bereits zuvor vor der Gewohnheit des Tieres gewarnt, sich in Fahrzeuge zu verstecken. "Bitte die Türen schließen – diese Henne steigt einfach ein!" hatte sie gemahnt.
Nach drei Tagen in Polizeigewahrsam wurde Henrietta an den Vogelnotdienst Olching, einen örtlichen Vogelrettungsdienst, übergeben. Unterdessen konnte ihre Besitzerin ausfindig gemacht werden – nach rund 20 Anrufen von Menschen, die das Huhn gerne adoptieren wollten. Zwar sorgen solche Vorfälle gelegentlich für regionale Schlagzeilen, doch gibt es in Deutschland keine bundesweite Statistik über Tiere, die sich in Lieferfahrzeugen verstecken.
Henriettas Ausflug zeigt, wie schnell Haustiere an unerwarteten Orten landen können. Dass ihre Besitzerin sie so schnell identifizierte, verhinderte einen längeren Aufenthalt in der Obhut des Rettungsdienstes – dieser hatte bereits mit einer Vermittlung gerechnet.
Mittlerweile ist Henrietta wieder bei ihrer Besitzerin, die künftig wohl besser auf offene Türen achten wird. Der Vorfall lenkte die Aufmerksamkeit auf die Gefahren, die entstehen, wenn Tiere in Lieferwagen "per Anhalter" mitfahren. Vorerst bleibt Henriettas kurzer Aufenthalt als "Polizeigast" eine skurrile lokale Anekdote.






