Gymnasium erforscht die Anfänge der Städtepartnerschaften Bergisch Gladbachs
Lea KochGymnasium erforscht die Anfänge der Städtepartnerschaften Bergisch Gladbachs
Herkenrath-Gymnasium startet Projekt zur frühen Geschichte der Partnerschaften Bergisch Gladbachs
Das Herkenrath-Gymnasium beginnt ein neues Projekt, um die Anfänge der ersten Partnerschaften Bergisch Gladbachs aufzuarbeiten. Im Mittelpunkt der Initiative stehen die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, als europäische Gemeinden begannen, durch Partnerschaften Frieden und Freundschaft zu fördern. Schülerinnen und Schüler werden Zeitzeugen befragen, die in den 1950er- und 1960er-Jahren an Austauschprogrammen teilgenommen haben.
Das Projekt startet im Vorfeld des 70. Jubiläums der ersten Partnerschaftsverträge, das die Stadt 2026 begehen wird. Am 14. Juli 1956 schloss Bergisch Gladbach offiziell Partnerschaften mit Bourgoin-Jallieu in Frankreich, Luton in England und Velsen in den Niederlanden. Diese Verbindungen waren Teil einer europäischen Bewegung, die nach dem Krieg das Vertrauen zwischen den Nationen wiederherstellen sollte.
Die Schule bittet nun die Öffentlichkeit um Unterstützung. Angehörige von Personen, die an frühen Austauschprogrammen, Reizen oder Projekten beteiligt waren, sind aufgerufen, sich zu melden. Das Team sammelt persönliche Erinnerungen, alte Fotos, Briefe oder Andenken aus dieser Zeit. Auch das städtische Partnerschaftsbüro unterstützt die Suche nach Zeitzeugen.
Partnerschaften entwickelten sich nach dem Krieg zu einem wichtigen Instrument, um die Gräben zwischen den Ländern zu überwinden. Früh wurden vor allem deutsche und französische Gemeinden verpartnert, um die Beziehungen zu verbessern. Später erweiterten sich die Kooperationen über Europa hinaus, etwa nach Japan. Zwar gibt es keine genaue Statistik, doch seit den 1950er-Jahren haben Hunderte deutscher Städte solche Partnerschaften geknüpft.
Das Projekt ermöglicht den Schülerinnen und Schülern einen direkten Einblick, wie das Nachkriegseuropa durch lokale Begegnungen neue Verbindungen schuf. Ihre Erkenntnisse fließen in die Jubiläumsfeierlichkeiten 2026 ein. Wer Erinnerungen oder Materialien aus den 1950er- und 1960er-Jahren besitzt, ist eingeladen, diese mit der Schule zu teilen.






