Gütersloh schaltet Straßenlaternen wieder durchgehend ein – trotz höherer Kosten und CO₂-Ausstoß
Theo SchulteGütersloh schaltet Straßenlaternen wieder durchgehend ein – trotz höherer Kosten und CO₂-Ausstoß
Gütersloh kehrt Nachtabschaltung der Straßenlaternen den Rücken – und schaltet das Licht wieder durchgehend an
Die Stadt Gütersloh hat beschlossen, die nächtliche Abschaltung der Straßenbeleuchtung zu beenden und damit eine 2022 eingeführte Maßnahme zur Energieeinsparung rückgängig zu machen. Der Stadtrat stimmte am 6. Februar knapp dafür, ab dem 19. Februar 2026 wieder durchgehend die ganze Nacht über Licht zu bieten. Die Umstellung wird die jährlichen Kosten um 35.000 Euro erhöhen und den CO₂-Ausstoß um 300 Tonnen pro Jahr steigern.
Seit 2022 waren in Gütersloh die Laternen unter der Woche zwischen Mitternacht und 4 Uhr morgens sowie am Wochenende von 3 bis 5 Uhr ausgeschaltet worden. Das Vorhaben sollte den Energieverbrauch senken, doch die Debatten über Sicherheit und Komfort rissen nicht ab.
Bei der Abstimmung am 6. Februar gab es ein knappes Ergebnis: 26 Ratsmitglieder sprachen sich für die Rückkehr zur Ganztagsbeleuchtung aus, 24 lehnten den Beschluss ab. Unterstützung kam von CDU, FDP und AfD, während SPD, Grüne und die Linke gegen die Änderung stimmten. Die Gegner verwiesen auf höhere Luftverschmutzung, Schädigung von Insekten und unnötige Ausgaben.
Lokalpolitiker und Bürger bleiben gespalten – in sozialen Medien wird weiterhin diskutiert. Einige begrüßen die bessere Sichtbarkeit, andere stellen die ökologischen und finanziellen Folgen infrage.
Ab dem 19. Februar bleiben die Straßenlaternen in Gütersloh nun durchgehend an. Die Entscheidung treibt die jährlichen Ausgaben der Stadt um 35.000 Euro in die Höhe und erhöht den CO₂-Ausstoß um 300 Tonnen. Aus anderen deutschen Städten mit ähnlichen Beleuchtungsregelungen sind bisher keine vergleichbaren Anpassungen bekannt.






