16 March 2026, 12:11

"Gülle-Silvester" belastet Landwirte mit Frost und neuen Düngevorschriften

Ein altes Buch mit dem Titel "Journal d'Agriculture Pratique" und einer Farm-Illustration auf dem Cover.

"Gülle-Silvester" belastet Landwirte mit Frost und neuen Düngevorschriften

Deutsche Landwirte stehen vor neuen Herausforderungen, wenn die Frist für das Ausbringen von Gülle zum Jahresende näher rückt. Der als "Gülle-Silvester" bekannte Zeitraum bereitet vielen Sorgen – wegen des harten Wetters und verschärfter Vorschriften. Neue Regelungen der Düngeverordnung sowie ausgeweitete Einschränkungen in "roten Zonen" verschärfen die Lage zusätzlich.

Eine aktuelle Umfrage zeigt: 531 Landwirte (38 %) sehen Schnee und Frost als größte Hürde. Anhaltende Kälte könnte das Ausbringen der Gülle unmöglich machen und zu Verzögerungen oder sogar Strafen führen. 470 Befragte (35 %) nannten die zunehmende Komplexität der Düngeverordnung als Hauptproblem.

Auch rechtliche Risiken belasten die Landwirte. 111 von ihnen (8 %) fürchten Beschwerden wegen Geruchsbelästigung oder gar Klagen, falls beim Ausbringen etwas schiefgeht. Gleichzeitig herrscht Unsicherheit über die genaue Anzahl der "roten Zonen" – Gebiete mit strengeren Auflagen. Nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von 2023 gibt es bisher keine aktualisierten bundesweiten Daten zu diesen Zonen, was die Landwirte ohne klare Orientierung zurücklässt.

Die Kombination aus unberechenbarem Wetter und strengeren Regeln macht vielen zu schaffen. Sie müssen Fristen einhalten – und gleichzeitig alle Vorschriften beachten.

Mit dem beginnenden "Gülle-Silvester" kämpfen die Landwirte nun gegen frostige Bedingungen und schärfere Bestimmungen. Die fehlenden aktualisierten Daten zu den "roten Zonen" verstärken die Unsicherheit. Wie sich diese Herausforderungen entwickeln, wird die Landwirtschaft in den kommenden Monaten prägen.

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