Großfahndung nach flüchtigem Ukrainer im Millionen-Zigarettenhandel
Charlotte KrügerGroßfahndung nach flüchtigem Ukrainer im Millionen-Zigarettenhandel
Deutsche Behörden suchen nach einem 37-jährigen Ukrainer, der im Zusammenhang mit einem großangelegten illegalen Zigarettenhandel gesucht wird. Ihor Libych wird verdächtigt, Teil eines kriminellen Netzwerks zu sein, das fast ein Jahr lang in Düsseldorf eine nicht genehmigte Produktionsstätte betrieb. Die Polizei warnt, dass er bewaffnet und gefährlich sein könnte, und ruft die Bevölkerung auf, sich mit Hinweisen zu melden.
Zwischen April 2024 und März 2025 soll Libych mit einer Gruppe zusammengearbeitet haben, die nicht rückverfolgbare Zigaretten herstellte und vertrieb. An der Operation waren mindestens sieben Personen beteiligt, darunter zwei Brüder – Ali K. und Mehmet K. – sowie ein türkischer Lieferant namens Hasan Y., der Tabak und Maschinen bereitstellte. Drei weitere Mittäter aus Nordrhein-Westfalen kümmerten sich um den Vertrieb.
Bei einer Großrazzia am 15. März 2025 wurden zehn Verdächtige festgenommen. Libych jedoch bleibt flüchtig. Die Ermittler gehen davon aus, dass er sich noch in Deutschland aufhalten könnte, möglicherweise in der Nähe von Aachen, oder in ein anderes europäisches Land geflohen sein könnte. Der durch Steuerhinterziehung entstandene Schaden beläuft sich in diesem Fall auf etwa 54 Millionen Euro.
Libych ist 1,90 Meter groß, hat eine kräftige Statur, kurze schwarze und graue Haare sowie einen Ziegenbart. Ein Foto ist auf der Website des Bundeskriminalamts einsehbar. Personen mit Kenntnissen über seinen Aufenthaltsort werden gebeten, sich an die Zollfahndungsstelle Essen unter der Telefonnummer +49 (0)201 1028 2322 oder per E-Mail an [email protected] zu wenden.
Der Fall wird in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY… ungelöst am 25. Februar 2026 um 20:15 Uhr vorgestellt.
Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf verfolgt weiterhin alle Spuren in den Ermittlungen. Die Behörden betonen, wie wichtig die Mithilfe der Bevölkerung ist, um Libych ausfindig zu machen. Der Fall bleibt ungelöst, während die Bemühungen, die verlorenen Steuereinnahmen zurückzuholen und das kriminelle Netzwerk zu zerschlagen, weitergehen.






