07 March 2026, 06:05

Grevenbroich verschärft Leinenpflicht: Warum Hunde jetzt die Tierwelt schützen müssen

Zwei Hunde laufen in einem bewaldeten Gebiet mit Pflanzen und Bäumen, mit Text am unteren Bildrand.

Grevenbroich verschärft Leinenpflicht: Warum Hunde jetzt die Tierwelt schützen müssen

Neue Gassigeh-Regeln in Grevenbroich: Schutz für Wildtiere in der Brutzeit

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In Grevenbroich gelten ab sofort strengere Regeln für Hundehalter, um Wildtiere während der empfindlichen Brutzeit zu schützen. Die neuen Vorschriften beschränken, wo Hunde ohne Leine laufen dürfen – insbesondere in Wäldern und auf Feldern von März bis Mai. Die Behörden betonen, dass frei laufende Haustiere brütende Tiere aufscheuchen und so nachhaltige Schäden für das lokale Ökosystem verursachen können.

Laut den aktualisierten Richtlinien der Stadt dürfen Hunde in der freien Natur und in Wäldern nur noch auf ausgewiesenen Hauptwegen ohne Leine geführt werden. In besiedelten Gebieten, im öffentlichen Nahverkehr und abseits der Wege besteht weiterhin Leinenpflicht. Die Regelungen entsprechen dem Landeshundegesetz Nordrhein-Westfalens, das zudem vorschreibt, dass bestimmte Rassen oder als gefährlich eingestufte Hunde einen Maulkorb tragen müssen – sofern keine offizielle Ausnahmegenehmigung vorliegt.

Die Einschränkungen erfolgen vor dem Hintergrund von Warnungen von Wildtierexperten, die auf die Gefahren für bodenbrütende Arten und Jungtiere hinweisen, die sich im hohen Gras oder am Waldrand verstecken. Der städtische Förster Frank Wadenpohl erklärt, dass bereits die bloße Anwesenheit eines Hundes bei Wildtieren Stress und Fluchtverhalten auslösen kann. In der Brutzeit von März bis Mai könnten frei laufende Hunde Jungtiere von ihren Eltern trennen oder Tiere dazu zwingen, ihre Nester vollständig aufzugeben.

Obwohl es keine öffentlichen Statistiken zu Vorfällen mit Hunden in Grevenbroichs Wäldern und Feldern der letzten fünf Jahre gibt, könnten lokale Behörden und Tierschutzorganisationen noch unveröffentlichte Daten besitzen. Im Fokus steht jedoch die Prävention von Störungen, da der natürliche Jagd- und Spurinstinkt von Hunden in der kritischen Brutphase Panik unter Wildtieren auslösen kann.

Die Maßnahmen sollen sicherstellen, dass Hunde unter Kontrolle bleiben und markierte Wege nicht verlassen. Durch die Begrenzung des Freilaufs hofft die Stadt, den Stress für Wildtiere zu verringern und gefährdete Arten in den entscheidenden Fortpflanzungsmonaten zu schützen. Hundehalter müssen nun strengere Regeln beachten, um die Freiheit ihrer Tiere mit dem Artenschutz in Einklang zu bringen.

Quelle