Grenzüberschreitende Großübung in Gangelt testet Krisenreaktion von drei Ländern
Charlotte KrügerGrenzüberschreitende Großübung in Gangelt testet Krisenreaktion von drei Ländern
Großübung in Gangelt: Rettungskräfte aus drei Ländern proben den Ernstfall
Am Samstag fand in Gangelt im Kreis Heinsberg eine großangelegte Notfallübung statt. Rettungsteams aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden simulierten gemeinsam einen Massenunfall mit zahlreichen Verletzten. Im Mittelpunkt stand die Erprobung der länderübergreifenden Zusammenarbeit in einer Krisensituation.
Das Szenario sah einen Unfall mit einem Gefahrguttransporter, einem Reisebus und mehreren Pkw auf der Kreisstraße 13 vor. Dutzende vermeintlich Verletzte erforderten eine schnelle medizinische und technische Rettung. Niederländische Einheiten in Spezialschutzausrüstung sicherten den undichten Lkw, um eine weitere Kontamination zu verhindern.
Drohnen-Teams überflogen die Unfallstelle und lieferten Echtzeit-Lagebilder. Über 30 Behörden und Organisationen aus der Euregio nahmen teil, wobei der Fokus auf der grenzüberschreitenden Koordination lag. Trotz unterschiedlicher nationaler Gesetze und Notfallsysteme verlief die Übung nach Angaben der Veranstalter reibungslos.
Die für die Übung gesperrte Kreisstraße 13 wurde am späten Samstagabend wieder freigegeben. An der unter dem Namen EMREX 2026 durchgeführten Aktion beteiligten sich ausschließlich Kräfte aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden.
Die Übung zeigte, dass die Rettungsteams der drei Nachbarländer auch unter Druck effektiv zusammenarbeiten können. Die Organisatoren betonten die Bedeutung gemeinsamer Trainings für die Bewältigung großflächiger Notfälle. Nach Abschluss der Übung wurde die Kreisstraße 13 wieder für den normalen Verkehr freigegeben.






