Gerresheimer-Aktie crasht auf Zwölfjahrestief nach dritter Gewinnwarnung 2024
Lea KochGerresheimer-Aktie crasht auf Zwölfjahrestief nach dritter Gewinnwarnung 2024
Gerresheimers Aktie stürzt auf Tiefstand seit über einem Jahrzehnt ab
Am Donnerstag brach der Kurs des Unternehmens um mehr als 13 Prozent ein und fiel auf 32,36 Euro. Der Einbruch folgt auf die dritte Gewinnwarnung des Jahres und vertieft den seit Monaten anhaltenden Wertverfall der Aktie.
Der jüngste Kurssturz setzt einen steilen Abwärtstrend fort: Innerhalb der vergangenen zwölf Monate hat Gerresheimer über die Hälfte seines Börsenwerts eingebüßt. Seit Januar hat sich der Aktienkurs nahezu halbiert. Gegenüber dem Vorjahr liegt das Papier mittlerweile 74,09 Prozent im Minus – eine Entwicklung, die deutlich schlechter ausfällt als die des Gesamtmarkts.
Hinter den Problemen steckt eine schwächere Nachfrage nach Produkten für die Pharma- und Kosmetikbranche als erwartet. Bereits zweimal hatte Gerresheimer in diesem Jahr seine Jahresziele nach unten korrigieren müssen, nachdem das Unternehmen das Marktwachstum überschätzt hatte. Vorläufige Zahlen für die ersten neun Monate zeigen zwar einen Umsatzanstieg auf 1,68 Milliarden Euro – dieser umfasst jedoch die jüngste Übernahme von Bormioli Pharma. Ohne diesen Zuschuss ist das Kerngeschäft tatsächlich geschrumpft.
Statt des versprochenen Wachstums verzeichnet Gerresheimer nun organische Verluste. Ein Umstrukturierungsprogramm, das die Wende bringen soll, steckt noch in den Anfängen. Analysten warnen, dass sich die Krise des Unternehmens weit schlimmer entwickelt als selbst in den vorsichtigsten Prognosen angenommen.
Mit der jüngsten Gewinnwarnung hat Gerresheimers Aktie ein Zwölfjahrestief erreicht. Das Unternehmen kämpft mit schrumpfenden organischen Erträgen, verfehlten Zielen und einem noch nicht greifenden Sanierungsplan. Anleger beobachten nun gespannt, ob weitere Anpassungen – oder gar eine Erholung – bevorstehen.






