02 March 2026, 06:04

Ganztagsbetreuung ab 2026: NRWs Förderschulen kämpfen mit Personalnot und Platzmangel

Ein Plakat mit der Aufschrift "Brauchen die Armen die Hilfe ihrer Kinder?" und begleitenden Bildern.

GEW-Umfrage zu Förderschulen in der Betreuung deckt gravierende Defizite auf - Ganztagsbetreuung ab 2026: NRWs Förderschulen kämpfen mit Personalnot und Platzmangel

Ab Sommer 2026 haben Erstklässler in ganz Deutschland einen gesetzlichen Anspruch auf ganztägige Betreuung – das gilt auch für Schüler an Förderschulen in Nordrhein-Westfalen (NRW). Doch mit der Frist rückt die Umsetzung näher, und viele dieser Schulen kämpfen bereits jetzt mit Personal- und Raummangel.

Die Förderschulen in NRW stehen noch vor Inkrafttreten des neuen Gesetzes vor enormen Herausforderungen. Aktuell müssen 42 Prozent der Einrichtungen mit verpflichtendem Ganztagsangebot mindestens eine Nachmittagsbetreuung pro Woche streichen oder absagen. Der Grund liegt auf der Hand: Es fehlt an Lehrkräften.

Ähnlich angespannt ist die Lage an Schulen mit freiwilligen Nachmittagsangeboten. Zwar ist der Ganztagsbetrieb noch nicht verpflichtend, doch viele können die Nachfrage schon jetzt nicht decken. In der gesamten Region sind rund 1.100 Stellen für Sonderpädagogen unbesetzt, und Fachlehrer für spezifische Förderbereiche sind Mangelware.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) warnt, dass die Probleme weit über den Personalmangel hinausgehen. Es brauche mehr Ausbildungsplätze in der Sonderpädagogik, größere multiprofessionelle Teams und bessere räumliche Bedingungen. Langfristig fordert die GEW, dass alle Förderschulen zu verpflichtenden Ganztagsschulen werden – doch ohne dringende Investitionen werde das Ziel für 2026 kaum zu erreichen sein.

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In weniger als zwei Jahren tritt der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in Kraft. Doch NRWs Förderschulen stehen bereits unter Druck: Hunderte Lehrerstellen sind unbesetzt, die Räumlichkeiten knapp. Ohne zusätzliche Ressourcen könnte das System an der Umsetzung des Versprechens scheitern – einer erweiterten Betreuung für jedes Kind.