Führerschein in Deutschland kostet über 3.000 Euro – Minister will Reformen durchsetzen
Lea KochFührerschein in Deutschland kostet über 3.000 Euro – Minister will Reformen durchsetzen
Führerschein in Deutschland kostet mittlerweile über 3.000 Euro – Minister plant Reformen zur Entlastung
Der Erwerb eines Führerscheins in Deutschland kostet inzwischen mehr als 3.000 Euro, wobei die Preise seit Jahren kontinuierlich steigen. Verkehrsminister Volker Wissing hat nun Reformvorschläge vorgelegt, um die Kosten zu senken und das Verfahren zu vereinfachen. Geplant sind unter anderem Online-Theoriestunden, weniger Prüfungsfragen sowie die Möglichkeit, dass Familienmitglieder oder Freunde Übungsfahrten begleiten dürfen.
Aktuell müssen Fahrschüler für den Klasse-B-Führerschein 14 Theorieeinheiten und 12 Praxisstunden absolvieren. Fahrschulen verlangen zwischen 55 und 77 Euro pro Stunde, während auf Verkehrsübungsplätzen – wie etwa der ADAC-Anlage in Leonberg – das Training bereits ab 20 Euro pro Stunde möglich ist. Wie viele solche Übungsflächen es bundesweit gibt, ist jedoch nicht offiziell erfasst.
Das Üben auf Privatgelände ist erlaubt, sofern das Areal entsprechend gekennzeichnet ist. Ohne Führerschein am öffentlichen Verkehr teilzunehmen – selbst auf ruhigen Straßen oder leeren Parkplätzen – bleibt jedoch eine Straftat. Der ADAC unterstützt Wissings Idee des "Laienbegleiteten Fahrens" und verweist auf die positiven Erfahrungen mit dem begleiteten Fahren ab 17, bei dem Fahranfänger unter Aufsicht Praxiserfahrung sammeln.
Bevor die Änderungen in Kraft treten, muss Wissing jedoch die Zustimmung der Verkehrsministerkonferenz einholen. Selbst bei einer Zustimmung dürften die Reformen erst in neun bis zwölf Monaten umgesetzt werden – eine sofortige Kostenentlastung für Fahrschüler gibt es also vorerst nicht.
Ziel der geplanten Reformen ist es, die finanzielle Belastung für Fahranfänger zu verringern. Falls die Neuerungen beschlossen werden, könnten Online-Kurse und begleitete Übungsfahrten die Ausgaben senken. Bis dahin bleiben die hohen Gebühren und strengen Ausbildungsvorgaben für Fahrschüler jedoch bestehen.






