Ex-Airbus-Chef Enders zerpflückt Deutschlands Pläne für ein eigenes Kampfflugzeug

Mia Albrecht
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Ein deutscher Propagandaplakat aus dem Zweiten Weltkrieg, das eine Gruppe von Kampfflugzeugen in der Luft zeigt, mit Texten zu den Flugzeugen und ihren Fähigkeiten.Mia Albrecht

Ex-Airbus-Chef Enders zerpflückt Deutschlands Pläne für ein eigenes Kampfflugzeug

Der ehemalige Airbus-Chef Thomas Enders hat Deutschlands Pläne zur Entwicklung eines eigenständigen Kampfflugzeugs scharf kritisiert und sie als 'kolossale Fehlallokation von Ressourcen' bezeichnet. Stattdessen solle sich das Land auf autonome Drohnensysteme und internationale Partnerschaften konzentrieren, um in der militärischen Luftfahrt an der Spitze zu bleiben.

Enders bezeichnete das Vorhaben eines deutschen Kampfflugzeugs als 'industriepolitische Hybris'. Er warnte, ein solches Projekt würde die Verteidigungshaushalte über Jahrzehnte belasten, ohne kurzfristige Vorteile zu bringen. Stattdessen schlug er vor, dem von Großbritannien geführten GCAP-Programm beizutreten oder mit dem schwedischen Hersteller Saab bei künftigen Kampfflugzeugen zusammenzuarbeiten.

Die Entscheidung aus dem Jahr 2017, mit Frankreich ein Kampfflugzeug der nächsten Generation zu entwickeln, nannte er einen 'strategischen Fehler'. Enders zufolge hätte Deutschland von Anfang an mit Großbritannien kooperieren sollen. Zwar räumt er ein, dass bemannte Jets weiterhin in internationalen Projekten entwickelt werden könnten, doch ihre Bedeutung werde langfristig abnehmen.

Sein Hauptaugenmerk liegt jedoch auf der Zukunft unbemannter Systeme. Enders prognostiziert, dass bemannte Kampfflugzeuge in zwanzig Jahren nur noch eine untergeordnete Rolle in der Kriegsführung spielen werden. Er besteht darauf, dass Deutschland in massenhaft produzierte, KI-gesteuerte Kampfdrohnen (UCAVs) investieren müsse, um technologisch nicht den Anschluss zu verlieren. Ohne diese Wende drohe dem Land der Rückstand bei militärischen Innovationen, warnt er.

Enders fordert Deutschland auf, seine Verteidigungstrategie neu auszurichten und dabei die Drohnenentwicklung sowie globale Zusammenarbeit in den Vordergrund zu stellen. Dieser Ansatz würde die industrielle und technologische Basis des Landes seiner Meinung nach wirksamer stärken als ein teures Solo-Kampfflugzeugprogramm. Zu seinen Vorschlägen gehören der Beitritt zu bestehenden internationalen Projekten sowie eine Verlagerung des Schwerpunkts auf autonome Systeme für langfristige Sicherheit.

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