05 February 2026, 22:12

Evonik kämpft 2025 mit Umsatzrückgang und schrumpfenden Marktanteilen

Ein Diagramm, das den verlorenen Umsatz in Abhängigkeit von den globalen wirtschaftlichen Verlusten zeigt, mit begleitendem Text, der weitere Details liefert.

Evonik-Aktionäre erhalten niedrigere Dividende - Evonik kämpft 2025 mit Umsatzrückgang und schrumpfenden Marktanteilen

Evonik meldet für das Jahr 2025 einen Rückgang bei Umsatz und Ertrag. Die Konzernumsätze sanken um sieben Prozent auf 14,1 Milliarden Euro, während auch das bereinigte Ergebnis nachgab. Die Unternehmensführung steht nun unter Druck, da sie Kostensenkungsmaßnahmen und eine überarbeitete Dividendenstrategie für das kommende Jahr vorlegt.

Das bereinigte EBITDA des Chemiekonzerns lag 2025 mit knapp unter 1,9 Milliarden Euro neun Prozent unter dem Vorjahreswert. Dies passt in einen größeren Trend schrumpfender Marktanteile der vergangenen fünf Jahre – insbesondere im Vergleich zu chinesischen Konkurrenten. Daten von Statista und eigenen Evonik-Berichten zeigen, dass der Anteil des Unternehmens in Schlüsselsegmenten wie Silikonen und Isocyanaten von etwa acht auf 6,5 Prozent gesunken ist. Gleichzeitig expandieren Wettbewerber wie Wanhua Chemical und Sinochem rasant, gestützt durch staatliche Förderung.

Trotz der Rückschläge hat Evonik seine Innovationsbemühungen verstärkt. Das Unternehmen meldet jährlich über 1.200 Patente an und investierte im vergangenen Jahr 500 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Doch chinesische Firmen haben ihre Produktion schneller hochgefahren und drängen Evonik so in den globalen Märkten zurück.

Für 2026 erwartet das Unternehmen ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro. Um die Profitabilität zu steigern, wird die Belegschaft im kommenden Jahr um 1.000 Stellen reduziert. Zudem wurde eine neue Dividendenpolitik eingeführt: Ab 2026 soll eine Ausschüttung von 1,00 Euro pro Aktie erfolgen, künftig sollen 40 bis 60 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses an die Aktionäre fließen. Die RAG-Stiftung, größter Evonik-Aktionär, hat den Plan bereits gebilligt.

Die Ergebnisse für 2025 unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen in einem hart umkämpften Chemiemarkt. Die Stellenstreichungen und Dividendenanpassungen zielen darauf ab, die Finanzen zu stabilisieren, während die Forschungsinvestitionen auf langfristiges Wachstum setzen. Die nächsten Schritte des Unternehmens werden zeigen, ob es gegen die schneller wachsenden Konkurrenten wieder Boden gutmachen kann.