Evonik hebt Jahresprognose für 2026 an – und übertrifft Analystenerwartungen
Lea KochEvonik hebt Jahresprognose für 2026 an – und übertrifft Analystenerwartungen
Evonik Industries AG hat seine Finanzprognose für 2026 angehoben. Das Unternehmen erwartet nun ein bereinigtes EBITDA zwischen 2,0 und 2,2 Milliarden Euro für das gesamte Jahr. Dies erfolgt kurz vor der Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal, die am 4. August 2026 anstehen.
Im Jahr 2025 verzeichnete Evonik eine starke Performance: Das bereinigte EBITDA lag bei etwa 1,9 Milliarden Euro. Für die erste Jahreshälfte 2026 prognostiziert das Unternehmen ein bereinigtes EBITDA von rund 1,1 Milliarden Euro. Die Schätzung für das zweite Quartal – zwischen 600 und 650 Millionen Euro – übertrifft die Erwartungen von Analysten, die mit etwa 567 Millionen Euro gerechnet hatten.
Mehrere Geschäftsbereiche treiben das Wachstum voran. Die Sparte Tierernährung gewinnt weiter an Fahrt. Auch das Segment Advanced Technologies entwickelt sich positiv und profitiert von Lieferengpässen bei asiatischen Wettbewerbern.
Gleichzeitig räumt das Unternehmen mögliche Herausforderungen ein. Sein Wettbewerbsvorteil könnte schwinden, sobald sich die globalen Schifffahrtsbedingungen normalisieren. Zwar gilt die Evonik-Aktie derzeit als fair bewertet, doch für ein nachhaltiges Wachstum wäre eine breitere wirtschaftliche Erholung notwendig.
Die endgültigen Zahlen für das zweite Quartal wird Evonik im kommenden Monat vorlegen. Die angehobene Jahresprognose unterstreicht das Vertrauen in die finanzielle Entwicklung. Dennoch könnten externe Faktoren wie Schifffahrtstrends und die konjunkturelle Lage die künftige Performance beeinflussen.
