13 April 2026, 16:05

EU fördert Cylibs Batterie-Recyclingwerk in Dormagen mit 26,1 Millionen Euro

Vier grüne Li-Ion-Akkus mit der Bezeichnung "Li-Ion" und "18650" in schwarzer Schrift, nebeneinander auf einer weißen Oberfläche angeordnet.

EU fördert Cylibs Batterie-Recyclingwerk in Dormagen mit 26,1 Millionen Euro

Cylib erhält 26,1 Millionen Euro aus EU-Fördermitteln für Batterie-Recyclingwerk in Dormagen

Das Unternehmen Cylib hat EU-Fördergelder in Höhe von 26,1 Millionen Euro für den Bau einer großen Recyclinganlage für Lithium-Ionen-Batterien in Dormagen erhalten. Die Anlage soll ab 2027 jährlich bis zu 140.000 Batterien aus Elektrofahrzeugen verarbeiten. Ziel des Projekts ist es, Europas Abhängigkeit von importierten Rohstoffen zu verringern und gleichzeitig CO₂-Emissionen zu senken.

Die Mittel stammen aus dem EFRE/JTF-Programm der Europäischen Union in Nordrhein-Westfalen, das Teil der übergeordneten Initiative "Produktiv.NRW" ist. Die Förderung folgt einer früheren Zusage vom November 2024 und unterstützt die erste Phase der industriellen Expansion des Werks. Am Standort CHEMPARK Dormagen wird die Anlage das OLiC-Verfahren einsetzen, um mehr als 90 Prozent der wertvollen Materialien aus alten Batterien zurückzugewinnen.

Angesichts des rasanten Wachstums der E-Mobilität steigt in Europa die Nachfrage nach Batterierohstoffen weiter an. Die neue Anlage wird "Black Mass" – ein Gemisch aus Batteriekomponenten – aufbereiten, um wertvolle Metalle wie Lithium, Kobalt und Nickel zu extrahieren. Im Vergleich zum klassischen Bergbau verursacht diese Methode bis zu 80 Prozent weniger CO₂-Emissionen.

Dr. Lilian Schwich, Mitgründerin und Co-Geschäftsführerin von Cylib, dankte der EU und den regionalen Partnern für ihre Unterstützung. Sie betonte die Bedeutung des Projekts für die Sicherung von Lieferketten und die Förderung einer nachhaltigen Batterieproduktion.

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Der Betrieb der Anlage soll 2027 aufgenommen werden und jährlich Tausende Elektroauto-Batterien verarbeiten. Durch die lokale Rückgewinnung kritischer Rohstoffe trägt das Werk dazu bei, Europas Abhängigkeit von ausländischen Importen zu reduzieren. Gleichzeitig unterstützt es die Klimaziele, indem es die Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Abbaumethoden deutlich senkt.

Quelle