Essen führt als erste Ruhrstadt Klimaanpassungszonen für KRIS-Förderung ein
Mia AlbrechtEssen führt als erste Ruhrstadt Klimaanpassungszonen für KRIS-Förderung ein
Essen ist die erste Stadt im Regionalverband Ruhr, die offizielle Klimaanpassungszonen ausgewiesen hat. Damit kann die Stadt Fördergelder aus dem KRIS-Programm des Landes Nordrhein-Westfalen beantragen – ein Schritt, den bisher keine andere Kommune in der Region gegangen ist.
Der Stadtrat hat drei Gebiete für das Vorhaben ausgewählt: Messe-Gruga, Neues Bernetal sowie Katernberg/Zollverein. Eine Studie der Emschergenossenschaft bestätigte die Eignung dieser Zonen und präzisierte ihre Grenzen. Die Seumannstraße wurde nicht als vollständige Zone ausgewählt, könnte aber dennoch für Einzelprojekte Fördermittel erhalten.
Um die KRIS-Förderung zu beziehen, reichte Essen detaillierte Pläne für jede Zone bei der Projektträger Jülich (PtJ) und der Bezirksregierung ein. Die Genehmigung steht noch aus. Sobald sie erteilt wird, können bis zu 25 Prozent der bisher an die Kanalisation angeschlossenen Flächen in diesen Gebieten vom Entwässerungssystem abgekoppelt werden.
Das Programm folgt dem Prinzip der "Schwammstadt" und zielt darauf ab, urbane Räume widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen. Grundstückseigentümer in den ausgewiesenen Zonen können dann Zuschüsse beantragen; die formelle Bewilligung wird für die erste Jahreshälfte 2026 erwartet.
Mit der Ausweisung der Klimaanpassungszonen setzt Essen einen wichtigen Schritt, um Landesförderung zu sichern. Bei einer Bewilligung werden die Mittel helfen, Maßnahmen umzusetzen, die die Stadt besser auf Extremwetter vorbereiten. Das KRIS-Programm setzt dabei auf konkrete Veränderungen statt auf übergeordnete Strategien.






