Düsseldorfs Theodor-Heuss-Brücke droht der Kollaps: Über 500 Risse und ignorierte Lkw-Verbote
Charlotte KrügerDüsseldorfs Theodor-Heuss-Brücke droht der Kollaps: Über 500 Risse und ignorierte Lkw-Verbote
Düsseldorfs Theodor-Heuss-Brücke dringend sanierungsbedürftig – über 500 Risse entdeckt
Bei der jüngsten Überprüfung der Theodor-Heuss-Brücke in Düsseldorf wurden mehr als 500 Risse festgestellt, weshalb die Stadt dringend Handlungsbedarf sieht. Um weitere Schäden zu verhindern, gilt seit Kurzem ein Durchfahrverbot für Lkw über 3,5 Tonnen – doch viele Fahrer missachten die Regelung.
Das Verbot wurde verhängt, nachdem Ingenieure vor dem sich verschlechternden Zustand der Brücke gewarnt hatten. Ein kompletter Neubau ist zwar bereits genehmigt, doch mit einer Fertigstellung ist frühestens in zehn Jahren zu rechnen. Bis dahin setzen die Behörden auf strikte Kontrollen der Gewichtsbegrenzung.
Mobile Kameratrailer, ausgestattet mit Lasertechnik, überwachen nun die Brücke. Die Anlagen können zwischen Pkw und Lkw unterscheiden und sogar verschiedene Fahrzeuggrößen erfassen. Zudem plant die Stadt die Installation einer stationären Silhouetten-Geschwindigkeitskamera, um Verstöße zu dokumentieren.
Trotz der Beschränkungen überquert fast alle ein bis zwei Minuten ein Lkw die Brücke illegal. Bei Polizeikontrollen wurden bereits mehrere überladene Fahrzeuge erwischt – die Fahrer müssen mit einem Bußgeld von 75 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Das Problem verschärft sich durch fehlende Ausweichrouten: Nur zwei weitere Brücken – die Flughafenbrücke im Norden und die Fleher Brücke im Süden – sind für Schwerlastverkehr uneingeschränkt befahrbar. Die Rheinkniebrücke erlaubt zwar Lkw bis 30 Tonnen, doch die Zufahrtsstraßen schränken ihre Nutzung ein, während die Joseph-Kardinal-Frings-Brücke (Südbrücke) auf 7,5 Tonnen begrenzt ist.
Mit den verschärften Kontrollen will die Stadt weitere Schäden verhindern, bis die Sanierung ansteht. Lkw-Fahrer haben nun nur noch zwei genehmigte Routen durch Düsseldorf – wer gegen die Regeln verstößt, muss mit Strafen rechnen. Die langfristige Lösung, ein kompletter Brückenneubau, liegt jedoch noch in weiter Ferne.






