Düsseldorfer Flughafen bremst Wachstum und setzt auf kontrollierte Flugkontingente
Lea KochDüsseldorf Airport Will Keine Extra Starts Mehr - Düsseldorfer Flughafen bremst Wachstum und setzt auf kontrollierte Flugkontingente
Der Flughafen Düsseldorf hat eine überarbeitete Strategie für das Jahr 2023 vorgelegt und rückt damit von seinen früheren Plänen für ein ungebremstes Wachstum ab. Der an das Verkehrsministerium von Nordrhein-Westfalen übermittelte Plan sieht Änderungen bei den Flugkontingenten und dem Betrieb der Start- und Landebahnen vor, behält jedoch die bestehenden Nachtflugbeschränkungen bei.
Der Betreiber, die Flughafen Düsseldorf GmbH, reichte den aktualisierten Vorschlag unter der Leitung von Vorstandsvorsitzendem Thomas Schnalke ein. Eine zentrale Anpassung besteht darin, die aktuelle Obergrenze von 131.000 Flugbewegungen während der sechs verkehrsreichsten Monate des Jahres beizubehalten – ein deutlicher Bruch mit früheren Bestrebungen, den Flughafen ohne Einschränkungen auszubauen.
Für Zeiträume, in denen beide Startbahnen in Betrieb sind, strebt der Flughafen nun eine Erhöhung der stündlichen Flugbewegungen von 47 auf 60 an. Das nächtliche Flugverbot zwischen 23:00 und 6:00 Uhr bleibt hingegen unverändert. Zudem zielt der überarbeitete Plan darauf ab, das Kontingent für die Allgemeine Luftfahrt zu reduzieren, um mehr Kapazitäten für Passagierflugzeuge freizumachen.
Die neue Strategie steht für einen zurückhaltenderen Wachstumskurs am Düsseldorfer Flughafen. Durch die Anpassung der Flugkontingente und die Beibehaltung der Nachtflugregelungen will der Betreiber Kapazität und Betriebsgrenzen in Einklang bringen. Das Verkehrsministerium wird den Vorschlag nun prüfen, bevor mögliche Änderungen in Kraft treten.






