Dürr fordert verpflichtende Sprachtests für Vierjährige vor der Einschulung
Lea KochDürr fordert verpflichtende Sprachtests für Vierjährige vor der Einschulung
FDP-Chef Christian Dürr fordert verpflichtende Urlaubstests für alle Vierjährigen vor der Einschulung. Sein Vorschlag zielt darauf ab, sicherzustellen, dass Kinder von Beginn ihrer Schullaufbahn an über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen. Wer den Test nicht besteht, soll nicht sofort eingeschult werden, sondern stattdessen eine verpflichtende Sprachförderung erhalten.
Dürr kritisierte das aktuelle System, bei dem viele Grundschulkinder ihre Schullaufbahn mit unzureichenden Deutschkenntnissen beginnen. Er warnte, dass solche frühen Sprachdefizite oft zu langfristigen Problemen im schulischen Werdegang führen. Als Beispiel nannte er Niedersachsen, wo Lehrplananpassungen – etwa der Verzicht auf schriftliche Division – vorgenommen wurden, um schwächere Sprachkompetenzen auszugleichen.
Der FDP-Vorsitzende lehnte auch den jüngsten Vorstoß Nordrhein-Westfalens ab, Schulaufgaben in den Herkunftssprachen der Schüler zuzulassen. Eine solche Maßnahme würde die Sprachlücken seiner Ansicht nach vertiefen statt zu schließen. Dürr betonte, dass die meisten Vierjährigen durchaus in der Lage seien, Deutsch gut genug zu erlernen, um einen grundlegenden Test zu bestehen.
Trotz seiner Initiative haben bis Februar 2026 erst sechs Bundesländer konkrete Pläne für solche Tests vorgelegt. Nach Dürrs Konzept sollen Kinder, die durchfallen, zunächst eine verpflichtende Sprachförderung erhalten, bevor sie erneut geprüft werden. Nur wer den Test besteht, darf die Schule besuchen.
Der Plan sieht vor, dass alle Vierjährigen vor dem Schulstart ihre Deutschkenntnisse nachweisen müssen. Wer die Anforderungen nicht erfüllt, erhält gezielte Unterstützung und eine zweite Chance. Dürrs Ziel ist es, frühkindliche Sprachdefizite zu verhindern, bevor sie sich auf die gesamte Schullaufbahn auswirken.






