21 January 2026, 20:12

Dschungelcamp-Stars vor Gericht: Von Hitlergruß bis Betrugsvorwürfen

Eine Gruppe von Menschen steht auf einer Bühne mit zwei Podesten, die in eine Diskussion vertieft sind, während andere Kameras auf beiden Seiten halten und eine beleuchtete Wand im Hintergrund zu sehen ist.

Gerichtliche Akten der Dschungelcamp-Teilnehmer - Dschungelcamp-Stars vor Gericht: Von Hitlergruß bis Betrugsvorwürfen

Ehemalige Kandidaten von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! in juristischen Schwierigkeiten

Mehrere ehemalige Teilnehmer der Dschungelshow Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! hatten vor, während oder nach ihrem Aufenthalt im Dschungelcamp mit dem Gesetz zu tun. Von Betrug und falschen Anschuldigungen bis hin zu Strafen wegen Volksverhetzungssymbolen – unter den Absolventen der Sendung finden sich Personen mit bemerkenswerten Gerichtsverfahren. Aktuelle Urteile halten einige dieser Streitfälle weiterhin in der Öffentlichkeit präsent.

2023 wurde dem Schauspieler Martin Semmelrogge aufgrund seiner Vorstrafen die Teilnahme am Dschungelcamp verwehrt. Seine Akte umfasste Verkehrsdelikte, Urkundenfälschung, Drogenbesitz und Diebstahl. Djamila Rowe rückte für ihn nach und gewann später die Staffel – sie wurde zur Dschungelkönigin gekürt.

Erst in diesem Jahr bestätigte ein Leipziger Gericht ein Bußgeld in Höhe von 80.000 Euro gegen die Siegerin von 2014, Melanie Müller. Sie war im August 2024 wegen des Zeigens des Hitlergrußes und Drogenbesitzes verurteilt worden. Das Urteil folgte einem früheren Beschluss desselben Gerichts.

Gil Ofarim, Teilnehmer der 19. Staffel, sah sich ebenfalls mit juristischen Problemen konfrontiert. 2022 gab er zu, fälschlicherweise einen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels des antisemitischen Verhaltens beschuldigt zu haben. Das Verfahren endete mit einer Geldstrafe von 10.000 Euro.

Gina-Lisa Lohfink, die 2017 in der Show zu sehen war, erreichte vor dem Berliner Kammergericht die Aufhebung ihrer Verurteilung wegen falscher Vergewaltigungsvorwürfe. Das ursprüngliche Urteil hatte sie der unwahren Behauptung für schuldig befunden.

Lilly Becker, die Gewinnerin von 2025, verlor einen Rechtsstreit in München um Zahlungen, die sie als Geschenke bezeichnet hatte. Ein Gericht urteilte, es habe sich um Darlehen gehandelt, und verpflichtete sie zur Rückzahlung.

Andere ehemalige Kandidaten wurden wegen schwerer Straftaten verurteilt. Günther Kaufmann, der 2009 teilgenommen hatte, war 2002 zunächst wegen versuchten schweren räuberischen Erpressung mit Todesfolge schuldig gesprochen worden. Später wurde er in diesem Punkt freigesprochen, jedoch wegen Freiheitsberaubung verurteilt.

Der ehemalige Torwart Eike Immel, ebenfalls ein Promi-Kandidat, erhielt im August 2025 eine Haftstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten. Er war in 107 Fällen des Betrugs für schuldig befunden worden.

Ingrid van Bergen, die 2009 in der Show zu sehen war, hatte eine Verurteilung wegen Totschlags aus dem Jahr 1977. Sie verbüßte etwa fünf Jahre ihrer Strafe, bevor sie auf Bewährung entlassen wurde.

Die juristischen Vorgeschichten der Teilnehmer reichen von kleineren Vergehen bis hin zu schweren Verbrechen. Gerichte befassen sich weiterhin mit Fällen ehemaliger Kandidaten, es werden nach wie vor Geldstrafen verhängt und Urteile gefällt. Ihre Auftritte in der Show fielen oft mit rechtlichen Kontroversen zusammen oder folgten darauf.