Dortmunder Flughafen kämpft mit Millionenverlust trotz steigender Passagierzahlen 2025
Mia AlbrechtDortmunder Flughafen kämpft mit Millionenverlust trotz steigender Passagierzahlen 2025
Flughafen Dortmund verzeichnet schwieriges Finanzjahr 2025 trotz stetigem Passagierwachstum
Der Flughafen Dortmund hat für das Jahr 2025 ein finanziell herausforderndes Jahr gemeldet, obwohl die Passagierzahlen kontinuierlich stiegen. Insgesamt nutzten 3,24 Millionen Reisende den Flughafen, doch das Defizit wuchs, während die Erträge im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zurückgingen. Die endgültigen Zahlen werden nach Abschluss der Jahresprüfung im Juni vorgelegt.
Die Umsatzerlöse des Flughafens beliefen sich 2025 auf 49,81 Millionen Euro, doch das EBITDA sank deutlich von 5,1 Millionen Euro auf etwa 971.000 Euro. Dieser Rückgang trug zu einem Jahresfehlbetrag von 6,3 Millionen Euro bei – ein Anstieg gegenüber den 1,8 Millionen Euro des Vorjahres. Hauptgrund für die wachsende Schieflage waren steigende Personalkosten, die auf Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst und ein neues Tarifabkommen zurückzuführen sind.
Die Passagierzahlen blieben dennoch stabil und stiegen auf 3,24 Millionen, trotz reduzierter Flugangebote. Eurowings strich Verbindungen, wodurch 130.000 Reisende betroffen waren, während der Rückzug von Ryanair zu 430.000 weniger Passagieren führte. Beide Veränderungen bremsten das Gesamtwachstum jedoch nicht, was auf eine allgemeine Erholungstendenz hinweist, wie sie auch bei vergleichbaren Regionalflughäfen wie Köln/Bonn und Düsseldorf zu beobachten ist.
In den vergangenen fünf Jahren schwankten die Passagierzahlen in Dortmund – von der Erholung nach der COVID-19-Pandemie in den Jahren 2021–2022 bis hin zu moderaten, aber stetigen Zuwächsen. Zwar liegt das Aufkommen weiterhin unter dem großer Drehkreuze, doch der Flughafen verzeichnet weiterhin jährlich rund 2 bis 3 Millionen Reisende.
Die Bilanz für 2025 zeigt eine Mischung aus finanzieller Belastung und operativer Widerstandsfähigkeit. Da das Passagierwachstum trotz Flugstreichungen stabil bleibt, rückt nun die Kostenkontrolle in den Fokus – noch vor der abschließenden Prüfung im Juni. Die finalen Zahlen werden dann ein klareres Bild der weiteren finanziellen Entwicklung des Flughafens liefern.






